Spieletaugliche TFTs im Test: Iiyama ProLite E511S vs. E481S
Bildqualität
Die automatische Einstellung bei analog angeschlossenem Display funktioniert einwandfrei und verteilt das Bild gleichmäßig in alle Ecken - Gleiches gilt auch für die digitale Signalübertragung. Zum Testen der Bildqualität wählten wir den MonitorTest von PassMark in der Version 2.1 (build 1003). Für den Durchlauf besorgten wir uns ein DVI-Kabel beim Tante-Emma-Computerladen nebenan - aus gutem Grund. Denn erst damit konnen wir ein tiefdunkles Grau ins Nirwana verbannen und gegen einen wirklich guten Schwarzwert eintauschen.
Vor dem Start des Programms werfen wir einen Blick auf unseren Windows-XP-Desktop: Mit einer Auflösung von 1.600 mal 1.200 wirkt die Schrift beim ProLite E511S etwas klein und schmal, während sie beim E481S und 1.280 mal 1.024 sehr gut lesbar bleibt. Dafür bietet das größere Modell Platz für zwei DIN-A4-Blätter nebeneinander - mit einem Zentimeter Luft nach oben.
Interpolation, Helligkeit und Farben
Wird von der nativen Auflösung abgewichen, interpolieren beide Monitore eher im guten Mittelmaß - bei manch anderen Geräten sahen wir schon bedeutend schlechtere Ergebnisse. Nach dem Anwerfen von PassMark fallen außerdem deutlich sichtbare, senkrechte Linien ins Auge. Allerdings verschwinden diese bei optimal eingestellter Auflösung wieder von der Bildfläche. Spiele sehen beim Interpolieren immer noch gut aus, stehen aber in keiner Relation zur sauberen Optimal-Auflösung
Obwohl beide TFTs mit derselben Panel-Technik arbeiten, stoßen wir auf markante Unterschiede bei der Darstellung: Zum einen verfügt Iiyamas 20,1-Zöller E511S über ein erheblich breiteres Kontrast-Spektrum. Der 19-Zöller E481S hingegen gibt bei auf 100 Prozent eingestelltem Regler zwar eine gute Figur ab, darunter tut sich jedoch nicht allzu viel. In Bezug auf die Helligkeit tritt bei beiden Kandidaten ein ähnliches Verhalten zutage. Wer es indessen lieber etwas heller mag, kann glücklicherweise immer noch auf die Erhöhung des Gamma-Werts zurückgreifen.
Zum anderen wirken die Farben des E511S immer einen Tick kräftiger und brillianter als die des E481S. Einziger Nachteil: Der Erstgenannte erkauft sie sich durch ein kristallartiges Glänzen auf der Bildschirmoberfläche. Anfangs verlangt der Effekt nach einer kurzen Eingewöhnungszeit. Ist diese ersteinmal überstanden, wird das unerwünschte Glitzern kaum mehr als störend wahrgenommen.
Schärfe und Schlierenbildung
Geht der Tag allmählich seinem Ende zu und die Sonne am Horizont langsam unter, vollzieht sich bei beiden TFTs eine unschöne Verwandlung: Unter dem Kunstlicht einer Glühbirne oder Halogenlampe, inbesondere bei fehlender Zimmerbeleuchtung, nimmt die sonst gleichmäßige Ausleuchtung bei einem komplett schwarzen Bild in den Ecken sowie an den Rändern etwas ab. Doch da die wenigstens ein derart langweiliges Bild auf Dauer anstarren werden, bleibt dieser Effekt im normalen Betrieb so gut wie unsichtbar.
Die Schärfe des E511S ist nicht zuletzt der hohen Auflösung wegen der des Werkskonkurrenten voraus. Er trägt stets das klarere Bild zur Schau und lässt den E481S ein wenig milchiger, aber noch lange nicht alt aussehen - denn beide geben sich in diesem Punkt keine nennenswerte Blöße.
