DSL 2000: Wer braucht breites Breitband?
Fazit:
Für einen Gesprächsqualität, die mit dem Festnetz vergleichbar ist, müssen die Daten mit mindestens 80 kbit/s ausgetauscht werden. Da bei den gängigen ADSL-Anschlüssen mit 1024 kbit/s die maximale Uploadgeschwindigkeit gerade einmal 128 kbit/s beträgt, belegt ein VoIP-Gespräch fast zwei Drittel der Bandbreite.
Wer über einen DSL-Anschluss gleich zwei VoIP-Telefone betreiben möchte, muss also schon einen Anschluss mit höherer Uploadrate ordern, oder eine geringere Sprachübertragungsqualität in Kauf nehmen. Aber auch wenn man nur gleichzeitig Dateien hochladen und telefonieren will, stößt man schnell an die Grenzen der DSL-Uploadbandbreite. Dann muss man entweder den Upload abbrechen oder Störungen beim Telefonieren ertragen.
Wenn Sie DSL nutzen möchten, um im Internet zu surfen, E-Mails zu verschicken und nur ab und zu ein paar Dateien herunterzuladen, reicht eine Verbindungsgeschwindigkeit von 1024 kbit/s vollkommen. Der Standardanschluss genügt in der Regel auch dann, wenn sich mehrere Personen den Anschluss teilen.
Größere Bandbreiten sind dann sinnvoll, wenn Sie große Datenmengen aus dem Netz saugen oder mehrere bandbreitenhungrige Anwendungen gleichzeitig ohne Leistungseinbußen nutzen wollen. Besonders wenn Sie sich den Anschluss mit mehreren Personen teilen, sollten Sie sich vorher genau überlegen, welche Anwendungen jeder Einzelne nutzen möchte und welche Bandbreiten dafür nötig sind.
Die Entscheidung für eine Bandbreite sollte in jedem Fall gut bedacht sein: Ein nachträglicher Wechsel - egal ob zu einer höheren oder niedrigeren Bandbreite - kostet derzeit bei T-Com einmalig 49,95 Euro.
