Wenn automatische Spamfilter versagen
Domainfactory: Menschliche Spamfilter
Der Website-Hoster Domainfactory möchte die Zuverlässigkeit seiner Spam-Filter verbessern. Zu diesem Zweck setzt das Unternehmen auf eine manuelle, nichtautomatische Klassifizierung der Mails in Spam und Nicht-Spam.
Inhaltsverzeichnis
- 1Guter Ham und böser Spam
- 2Bester Spam-Filter für Teilnehmer
- 3Datenschützer kritisch
Und das geht so: Wenn sich ein Kunde zu diesem Dienst explizit angemeldet hat, dann wird von jeder Email, die über die Mailserver von Domainfactory streift, eine Kopie angefertigt, automatisch entpersonalisiert und einem der sortierenden Mitarbeiter zugesandt. Dieser klassifiziert die Email dann in gut und schlecht, Spam und Ham, und trägt das in einer Spam-Datenbank ein.
Guter Ham und böser Spam
Das sogenannte Active Spam Programm allerdings ist keine Pflicht. Wer Bedenken hat, seine persönliche Post, geschwärzt oder nicht, in die Hände unbekannter Dritter zu geben, muss natürlich nicht teilnehmen. Stattdessen muss jeder, der an dem Programm teilnehmen möchte, dies schriftlich und auf dem Postweg bestätigen, damit es nachher nicht zu Rechtsstreitigkeiten kommt. Kein Kunde wird automatisch auf diesen Dienst umgestellt.
Domainfactory stellt ein entsprechendes Formular bereit, um seinen Kunden die Teilnahme an dem Programm zu erleichtern. Geprüft werden die Emails von speziell dafür angestellten Mitarbeitern, die natürlich unter Schweigepflicht stehen. Ebenso sind sie angehalten, in den Mails enthaltene Informationen für sich zu behalten.
Bester Spam-Filter für Teilnehmer
Für Teilnehmer des Programms erschließt sich eine besondere Welt der Spam-Filterei: Statt sich auf automatische Systeme zu verlassen, die gerne mal die ein oder andere Email falsch einsortieren, kann der Kunde mit dem menschlichen Spam-Filter recht sicher gehen, dass alle wichtigen Nachrichten ankommen. Und ebenso, dass Spam-Nachrichten wohl das Gegenteil tun.
Doch nicht nur die Teilnehmer des Active Spam Programmes profitieren von dem Dienst, auch die anderen Kunden von Domainfactory. Schließlich werden die Ergebnisse des Programmes zu Qualitätskontrolle von automatischen Filtersystemen eingesetzt und in die Datenbank übertragen.
Datenschützer kritisch
Zwar gibt es kritische Stimmen an dem Dienst, zum Beispiel wird Domainfactory vorgeworfen, das Fernmeldegeheimnis zu missachten, doch sind diese Sicherheitsbedenken nach Angaben der Rechtsanwälte des Webhosters nicht berechtigt, da die Emails für den Dienst anonymisiert werden.
