Einzelne Tests starten im Herbst in Seattle

MP3-Downloads: Starbucks verlangsamt CD-Projekt

Der US-Caféhausriese Starbucks will sich für sein Custom-CD-Projekt deutlich mehr Zeit nehmen. Im Frühjahr hatte die Kette noch angekündigt, bis zum Ende des Jahres Brenn-Terminals in 200 Cafés aufzustellen. Mittlerweile spricht man lieber von einzelnen Tests.

Im März diesen Jahres hatte Starbucks im kalifornischen Santa Monica mit einem großen PR-Feuerwerk sein erstes Hear Music-Café eröffnet. Damals hieß es, die Firma werde mit ihren Custom-CD-Terminals das Musikbusiness revolutionieren. Innerhalb von zwei Jahren wollte man ähnliche Terminals in alle Starbucks-Filialen stellen, um Kaffeeliebhabern die Möglichkeit zu geben, während des Wartens auf ihre Frappuccinos eine ganz persönliche Mix-CD zusammenzustellen.

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Online-Musikmarkt ist ein Problem für Starbucks

Die Revolution lässt jedoch auf sich warten: Im Herbst will Starbucks zehn Filialen in Seattle mit Brenn-Terminals ausstatten. Danach soll ein begrenzter Test in Austin folgen. Von Plänen, bis zum Ende des Jahres 200 Filialen mit der Technologie auszurüsten, ist man jedoch mittlerweile abgerückt. Die Firma führt Design-Probleme als Begründung für den verlangsamten Start des Projekts an. So erklärte ein Starbucks-Manager gegenüber einer Wirtschaftszeitung aus Seattle, man habe lange nach dem besten Weg gesucht, die Terminals in das Ambiente der Starbucks-Niederlassungen zu integrieren. Mittlerweile sollen die Geräte jedoch in Produktion sein.

Auch der wachsende Online-Musikmarkt könnte für Starbucks zum Problem werden. Apple & Co. bieten einzelne Songs für 99 Cent an, RealNetworks versucht sich derzeit sogar an einer 49-Cent-Offerte. Eine CD mit zwölf Songs und schlichtem Papp-Cover kostet bei Starbucks jedoch ganze 14 US-Dollar.

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