Wenn persönliche Daten auf Reisen gehen

Privacy Watch: Vorsicht beim Filesharing

P2P-Filesharing-Netzwerke sind einladende Orte im Web. Dort gibt es so gut wie alles, für jeden Geschmack ist etwas dabei, solange es sich nur irgendwie in Dateiform bringen lässt. Doch gerade unerfahrene Benutzer tauschen immer öfter Dateien, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Filesharing-Tools sind schnell installiert
  2. 2Ein falscher Klick...
  3. 3Einbrechers Freudentaumel
  4. 4Vorsicht bei der Ordner-Freigabe

Da steht er nun, der neue DSL-Anschluss. Doch was soll man mit der ganzen Bandbreite anfangen? Hatte der Neffe nicht irgendwas erzählt von Programmen, mit denen sich auch die seltensten Sachen runterladen lassen? Da gab es doch so einen Song von einem französischen Sänger...

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Filesharing-Tools sind schnell installiert

Kurz darauf ist das Filesharing-Tool installiert. Und irgendwo hat man ja auch mitbekommen, dass man mit einem größeren Tauschangebot schnellere Download-Raten hinkriegt. Also schnell die ganze Festplatte freigegeben, sechs Gigabyte bester Daten, die allesamt sicher total uninteressant sind für die Filesharing-Gemeinde, aber dem Server vorgaukeln, man hätte was zu bieten.

Tja. Falsch gedacht. Plötzlich kursiert die letzte Lohnabrechnung im Web, zusammen mit den Badespaß-Bildern vom Enkelchen. Das natürlich binnen kürzester Zeit auf irgendwelchen dubiosen "FKK"-Seiten landet. Natürlich. Davon kriegt der Filesharer natürlich nichts mit. Und das Herunterladen an sich ist ja auch noch nicht strafbar. Und hochladen tut man ja nur sinnlose Dateien.

Ein falscher Klick...

Das Problem dabei: Einmal in ein Peer-to-Peer-Netzwerk eingespeist, wird die Datei dort nie wieder herauskommen. Angenommen, man hat ein Bild von Tante Jenny auf der Platte gespeichert und für das P2P-Netz freigegeben. Jemand sucht nach Jennifer Lopez, findet Jenny.jpg und lädt es sich runter.