Webspam-Voodoo gegen Homepage-Spam
Übersetzung statt Verschlüsselung
Der Code nämlich, der unten ausgegeben wird, ist nichts weiter als eine Umsetzung der Email-Adresse in ASCII-Codes. Heisst: Egal, wie die Mailadresse lautet, jeder Buchstabe wird immer gleich codiert. So ist ein großes "A" bei Webspam-Blocker immer ein #65, ein kleines "z" immer die Nummer 122.
Und das "@"? Das ist natürlich auch immer gleich, nämlich die Nummer 64. Und diese Vorgehensweise macht auch Sinn, denn wie sollte ein Browser oder ein Mailprogramm ohne einen entsprechenden öffentlichen Schlüssel die Mailadresse sonst interpretieren können?
Es handelt sich also weder um eine Codierung, noch um eine Verschlüsselung. Der Webspam-Blocker benutzt schlichtweg eine andere Schreibweise der Mailadresse. Für den User sieht die kryptische Zahlenkolonne schwer nach Verschlüsselung aus, für den Computer ist es gehupft wie gesprungen, muss er doch ohnehin jedes Zeichen in ASCII umwandeln.
Fazit: Ein Fall für den Heilpraktiker
Das ist ungefähr so, als würde man einen Satz statt in kleinen in großen Buchstaben schreiben. Und so einen Satz kann selbst ein Zweitklässler völlig problemlos lesen. Genauso der Computer und mit ihm der Mailspider, ist er doch auch nichts anderes als ein Programm. Und das findet Mailadressen auch im ASCII-Format.
So ist auch die Möglichkeit, ganze Verzeichnisse zu codieren, völliger Unsinn. Ob jetzt eine Mailadresse oder 200 Stück, der Spider wird kein Problem damit haben, sie trotzdem in die Datenbank aufzunehmen. Der Gelackmeierte ist der User, der an die Wirksamkeit dieses Blocker-Placebos glaubt und nachher von Spam überschüttet wird.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Anti-Spam hier.
