Biometrie-Check-In am Reagan National Airport

Sicherheit: Tausche Datenschutz gegen Bequemlichkeit

Sie wollen fliegen? Am Reagan National Airport haben Sie demnächst die Wahl: Es gibt zwei Schlangen, wo Sie sich anstellen können. An der einen geht es flink weiter wie bei Aldi an der Kasse, an der anderen werden die Quittungen noch per Hand geschrieben. Welche würden Sie wählen?

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Iris-Scan und Fingerabdruck
  2. 2Schwelle zur freiwilligen Daten-Herausgabe sinkt
  3. 3Tauglich zur Terror-Abwehr?

Wer sich in der schnelleren Schlange einreihen möchte, muss sich registrieren lassen. Aufgenommen wird aber nicht, wer die meisten Vielflieger-Punkte vorweist oder die Bedingungen für die Senator Card erfüllt, es reicht fast, biometrische Daten von sich zu hinterlegen.

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Iris-Scan und Fingerabdruck

Das Privileg der schnellen Abfertigung sieht dann allerdings unfreiwillig komisch aus. Den Körper leicht nach vorne geneigt wird die Iris von einem Gerät gescannt, das anschließend noch den Abdruck vom rechten Zeigefinger nimmt.

Diese biometrischen Daten müssen natürlich als Master-Scans beim Flughafen hinterlegt werden. Hinzu kommt noch der Nachweis der eigenen Identität, aber auch die Einwilligung, seine kriminelle Vergangenheit begutachten zu lassen - sofern sie denn aktenkundig geworden ist.

Schwelle zur freiwilligen Daten-Herausgabe sinkt

Bedenklich ist, mit welcher Selbstverständlichkeit Datem erhoben werden, die für den Check-In nicht notwendig sind. So zum Beispiel die Wohnsitze der letzten Jahre - nur damit es in der Warteschlange schneller vorangeht. 7.000 US-Amerikaner ist dies anscheinend schnurzpiepe, sie haben sich bereits registriert, Hunderte sollen die Schnellabfertigung bereits täglich nutzen.