A/V-Serie: Surroundboxen-Setup
Testrauschen
Die Anlage ist aufgebaut, jetzt heißt es sich auf dem Lieblingsplatz gemütlich zu machen und das Feintuning vorzunehmen. Dazu bietet der Receiver meistens eine Funktion zum Einstellen der Boxen. ( Speaker-Setup oder Ähnliches). Je nach Modell kann man hier die einzelnen Boxen separat einstellen, eventuelle räumliche Besonderheiten berücksichtigen und noch etliches mehr.
Wichtig sind vor allem die Entfernungsangaben. Dazu wird der Abstand der Boxen zum Lieblingsplatz gemessen und im Menü eingegeben. Sinn und Zweck der Übung ist das gleichzeitige Ankommen der Signale am Hörplatz. Sind beispielsweise die hinteren Effekt-Lautsprecher näher am Kopf als Center- und Hauptboxen, so muss dies im Lautsprecher-Setup berücksichtigt werden.
Hier gilt als Faustregel: Pro 30 Zentimeter geringerer Distanz zwischen Haupt- und Effektboxen, eine Millisekunde Zeitverzögerung einstellen. Ansonsten kommt es zu seltsamen Echoeffekten die extrem nervig sein können.
Moderne Surround-Receiver besitzen eine Test-Funktion. Ein Druck auf diese Taste erzeugt ein Rauschen. Die Anlage gibt jetzt nacheinander auf jede einzelne Box ein Rauschsignal aus. Dieses sollte aus jeder Box gleich laut ertönen. Ist dies nicht der Fall, muss nachgestellt werden. Nach einiger Übung kann man auch schon sehr feine Unterschiede raushören. Klangfetischisten können sich ein Schallpegelmessgerät ordern um die Sache genau auszuloten.
Jetzt bleibt nur noch die Beseitigung der Styroporberge und der erste Heimkinoabend kann losgehen. Und wenn es immer noch komisch klingt: In der nächsten Woche steht das Raumtuning auf dem Programm. So manches System gibt den besten Klang nämlich erst nach intensiver Arbeit preis, welche sich aber durchaus lohnt
