Anmeldung über Einwahltool nicht möglich
Linspire: AOL-Dialer für Linux
Was macht der Linux-User, wenn seine ganze Familie unter einem eigenen AOL-Benutzernamen online gehen möchte? Jedes Mal eine neue DFÜ-Netzverbindung anlegen? Linspire bietet für dieses Problem nun den "AOL Dialer for Linux beta" an.
Sicher, die Kombination aus Desktop-Linux und AOL war lange Zeit unmöglich, brauchte man doch die AOL-Software zwingend zur Einwahl. Diese gab es aber nicht für Linux. Zur Einführung des AOL-Clients 8.0 macht der Provider aber auch die direkte Einwahl über die DFÜ-Netzverbindung möglich. So kamen auch Linux-User ins AOL-Netz.
Anmeldung auf dem Windows-PC
Gleichzeitig erlaubte AOL aber auch die Netzwerk-Nutzung. Bis zu sieben "screen names" konnten sich über einen DSL-Anschluss einwählen. Dafür war allerdings die AOL-Software erforderlich. Die Linux-User standen wieder einmal außen vor. Der Linux-Distributor Linspire hat nun mit seinem Einwahl-Tool Abhilfe geschaffen.
"Wir haben AOL mitgeteilt, dass die Nachfrage Nr. 1, die wir von unseren Usern und OEM-Partnern bekommen, der Support für die AOL-Einwahlsoftware ist, aber sie haben noch nichts rausgebracht", so Linspire-Chef Michael Robertson. "Wir haben uns entschieden, auf eigene Faust einen Open-Source-Dialer zu bauen, damit die vielen AOL-Kunden nun einen günstigen Linux-Computer mit ihrem AOL-Account nutzen können."
Jedoch ist es nicht möglich, sich über "AOL Dialer for Linux beta" bei AOL anzumelden. Dazu ist weiterhin die AOL-eigene Software in Verbindung mit einem Windows-Rechner notwendig. "AOL Dialer for Linux beta" konfiguriert lediglich das Linux-System und macht die Einwahl über einen eigenen "screen name" möglich. Auch wurde die Software nicht von AOL autorisiert.
