Kinderpornos kursieren per Email
Sex-Spam: Ein Klick und ab ins Kittchen
Menschen, die sich an Kindern aufgeilen, sind die wohl abartigsten Kreaturen auf dem Erdball. Oder zumindest psychisch völlig daneben. Im Gefängnis jedenfalls haben solche Menschen es nicht leicht, stehen sie durch ihre sexuelle Vorliebe doch von Vornherein ganz unten in der Gefängnis-Hierarchie.
Inhaltsverzeichnis
- 1Überwachte Websites
- 2Mit einem Fuß im Knast
- 3Frei Haus
- 4Besser nicht zur Polizei
Um so schlimmer, wenn jemand, der eigentlich gar kein Interesse an solchen Schweinereien hat, wegen einer solchen Straftat verurteilt wird. Eine neue Form von Spam sorgt dafür, dass auch unbedarfte Bürger sich mit einem Klick zum Kinderschänder entwickeln können. Zumindest in den Augen der Justiz.
Überwachte Websites
Denn viele Websites für Pädophile werden von den Sicherheitsbehörden überwacht, Daten der Besucher gespeichert. Und schwuppdiwupp hat Otto Normal eine Strafanzeige wegen Kinderpornographie im Nacken. Die Polizei beschlagnahmt den Rechner und findet explizite Bilder, möglicherweise auch nur im Cache des Webbrowsers. Schon ist's aus mit der Gutbürgerlichkeit und der Ruf ist, selbst ohne Verurteilung, ruiniert.
Denn nach deutschem Strafrecht reicht es aus, dass der Rechner kinderpornographische Schriften enthält. Surft man, vielleicht auch nur versehentlich, eine entsprechende Seite an, werden die Bilder automatisch auf dem Rechner gespeichert. Auch, wenn man sofort wieder wegsurft, ist der Rechner dann Speicherort für derartige "Schriften".
Mit einem Fuß im Knast
Die Wirtschaftsinitiative "no abuse in internet" (naiin) hat in den letzten Monaten eine krasse Zunahme an kinderpornographischem Spam festgestellt. Betrafen vor vier Monaten noch nur 5 Prozent aller Hinweise auf Kinderpornographie Spam, sind es inzwischen 60 Prozent.
Das klingt alarmierend, muss aber nicht unbedingt eine Zunahme der Meldungen bedeuten. Denn es haben sich nur die Anteile verschoben. Aber Spam ist auch eine überaus unangenehme Art und Weise, Kinderpornographie zu verbreiten, kommen damit doch Personen in den zweifelhaften Genuss derartigen Materials, die vorher niemals die Möglichkeit gehabt hätten.
