Subventionierter Aufschwung, zweifelnde Investoren

MP3-Downloads: Phonoline in der Krise

Die deutsche Musik-Großhandelsplattform Phonoline macht mal wieder Schlagzeilen - allerdings nicht nur mit Erfolgen. So erklärte der BMG-Chef Maarten Steinkamp, Phonoline habe keine Zukunft.

Cola als Umsatzbringer

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Steinkamp erklärte gegenüber dem Branchenblatt Musikwoche, sein Unternehmen sehe Phonoline mittlerweile äußerst kritisch. "Wir müssten eigentlich das Geld, das wir in Phonoline gesteckt haben, zurückbekommen", so Steinkamp.

Kritik gab es auch vom Phonoline-Vertriebspartner Eventim Music. Der Konzertkarten-Händler erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, täglich nur 1000-1500 Songs über Phonoline zu verkaufen. Die Firma hatte demnach damit gerechnet, mindestens zehn mal so viele Songs absetzen zu können.

Phonoline selbst vermeldete jetzt, mit monatlich rund 150.000 Downloads zu Deutschlands zweitgrößtem Online-Musikanbieter aufgestiegen zu sein. Doch auch dieser Erfolg wird wohl nicht von langer Dauer sein. Bis zu 120.000 dieser Downloads gehen auf das Konto einer Promo-Aktion des Coca Cola-Konzerns. Der Softdrink-Anbieter verschenkt seit Anfang Juli 100 Millionen Download-Gutscheine. Doch Ende August ist Schluss mit den Cola-Downloads - und damit wohl auch mit Phonolines Erfolgsmeldungen.

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