Die Invasion kann beginnen

Mosquito: Erster Handy-Virus in freier Wildbahn aufgetaucht (Update)

Das Update finden Sie auf Seite 2 Setzen Sie sich hin und schnallen Sie sich an. Sie werden nunmehr Zeuge einer Zeitenwende. Einer Invasion ungeahnten Ausmaßes. Der Ort: Die Erde. Die Opfer: Symbian-Handys aller Art. Es geht um den ersten echten Handy-Virus, der in freier Wildbahn gesichtet wurde. Sein Name: Mosquito.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Symbian das erste Opfer
  2. 2Ein Dialer-Trojaner aus der Tauschbörsen-Ursuppe
  3. 3Adressen sammeln und auf Instruktionen warten
  4. 4Dialer: Besonders lohnenswert für Handys
  5. 5Andere Infektionswege nicht ausgeschlossen
  6. 6Update

Mosquito? Das klingt genau wie mein Lieblingsspiel. Und tatsächlich: Beim Mosquito-Virus handelt es sich um eine gecrackte Version des beliebten Moorhuhn-Klons. Während der Spieler sich einen Spaß daraus macht, Mosquitos vom Himmel zu schießen, wirft das Handy mit extrateuren SMS um sich.

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Symbian das erste Opfer

Doch wie findet der Virus den Weg auf das Handy? Je weiter sich Computer und Handy annähern, um so interessanter ist es für Virenschreiber, die kleinen Taschencomputer zu infizieren. Dabei setzen sie auf den Geiz der User. Denn einerseits sind Handy-Upgrades überaus beliebt, andererseits aber sehr teuer.

Denn statt Spiele für teures Geld von Handy-Dienstleistern wie Jamba herunterzuladen, nutzen viele Handy-User lieber Tauschbörsen wie Kazaa oder eDonkey, um an die begehrten Handy-Tuningware zu gelangen. Per Bluetooth ist auch die Übertragung vom Rechner zum Handy kein Problem mehr.

Ein Dialer-Trojaner aus der Tauschbörsen-Ursuppe

Der Virenentwickler muss nun nur noch die modifizierte Variante eines beliebten Handy-Programmes zum Download bereitsstellen und schon sind jede Menge Handys infiziert. Dazu braucht es nicht einmal mehr eine Website. Es reicht, das Tauschprogramm für einige Stunden laufen zu lassen, um den Virus zu verbreiten.

Bei dem Mosquito-Virus handelt es sich um einen Dialer-Trojaner, also um keinen echten Virus. Der Dialer-Teil des Programms wählt eine besonders teure Nummer, die pro Einwahl oder pro Einheit nicht unerhebliche Kosten verursacht. Alternativ schickt das befallene Handy SMS an die Nummer 87140, einen kostenpflichtige Anbieter in Großbritannien. Kostenpunkt pro SMS: Sahnige 1,50 Pfund, umgerechnet fast drei Euro.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.