T-DSL-Provider: Spreu und Weizen
Welches Rückgrat?
Das Image ist ohnehin so eine Sache: T-Online haftet der Ruf der Muttergesellschaft T-Online an, T-Online gilt als schwerfällig, bürokratisch und unfelxibel. 1&1 wirkt trocken und langweilig; kann die Herkunft als Telekom-Vertrieb nicht ganz ablegen und bleibt blass.
Freenet hingegen galt immer als frech und jugendlich. Mittlerweile ist zusammen mit zwei Hühnern in der Werbung ein wenig AOL-Spießigkeit eingekehrt. Arcor wiederum profitiert vom schlechten Ruf der Telekom und dient als Hafen für Telekom-Hasser, gerät aber in letzter Zeit immer häufiger in die Diskussion wegen schlechtem Service.
Schließlich ist da noch die Backbone-Geschichte. Der Profi-User achtet sehr darauf, welcher Backbone für seinen Zugang zum Einsatz kommt. Den besten Ruf hat dabei der Telekom-Backbone, den neben T-Online auch Congster, 1&1 und GMX und Lycos nutzen. Freenet, AOL und Tiscali besitzen einen eigenen Backbone.
Wer nur surft und mailt, dem dürfte der Backbone ziemlich schnurz sein. Wer aber das letzte Quäntchen Leistung aus dem DSL-Anschluss holen will, sollte bei der Wahl des Providers auch hierauf achten und Erkundigungen einholen. Bei kleinen Providern ergibt das aber oft wenig Sinn: Denn die wechseln den Backbone auch gerne mal über Nacht.
Bauchentscheidung?
Preis, Service, Technik und Image - das sind die entscheidenden Faktoren bei der Wahl des Providers. Vor Vertragsabschluss sollte sich jeder Gedanken machen, was ihm am wichtigsten ist. Denn nur der Preis entscheidet auch nicht immer. Und letzten Endes muss man sich beim Provider ja auch wohl fühlen - der Bauch entscheidet auch mit.
