Casemodding à la Mickey Mouse
Disney: Kinder an die Maus
Amerikas größter Zeichentrickproduzent rührt wieder einmal die Merchandising-Trommel - heraus kommt diesmal ein PC speziell für Kinder. Micky-Mouse-Ohren und blaue Bonbonfarbe sollen nun vermehrt jüngere Kunden zwischen sechs und elf Jahren vor den Schirm holen.
Bezahlen müssen das Ganze die Eltern, und zwar nicht zu knapp: 950 US-Dollar werden für einen Intel Celeron D 330 mit 2,66 Gigahertz, 256 Kilobyte L2-Cache und 533 MHz Front Side Bus fällig. Sparversionen auch bei Arbeitsspeicher und Monitor - 256 Megabyte DDR-RAM, von denen ATis integrierte Radeon-9100-Pro-Grafik bis zu 128 für sich beansprucht; außerdem gibt es schon Notebooks die mit größeren Bildschirmen als dem verbauten 14,1-Zoll-TFT ausgerüstet sind.

Stubenhocker bevorzugt
Außerdem lernt der Nachwuchs den Umgang mit Windows XP auf einer 40 Gigabyte großen Festplatte sowie Tintenstrahldrucker und CD-Brenner mit DVD-Laufwerk - Kinder ohne "Dream Desk" spielen weiterhin im Freien oder unternehmen etwas mit Eltern oder Spielkameraden aus Fleisch und Blut.
Um ihre Kreativität am Computer auszuleben, können die Sprösslinge auf vorinstallierte Musik-, Video- oder Zeichensoftware inklusive optischem Malstift aus dem Hause Disney zurückgreifen. Darüber hinaus sorgen Internet- und E-Mail-Filter sowie Spam- und Pop-Up-Blocker für den Schutz gegen schädliche Inhalte aus dem weltweiten Datennetz.

Quietschbunte Peripherie in Form von 2-Megapixel-Kamera, Digitalcamcorder und Gamepad gibt es gegen Aufpreise von 79, 99 beziehungsweise 19 Dollar. Auf der technischen Seite zeichnet der hierzulande für seine Aldi-PCs bekannte Hersteller Medion verantwortlich. Eltern, die sich zum Kauf überreden lassen, erhalten bei Vorbestellungen bis zum 5. September einen Gutschein über 200 Dollar - ebenfalls in Disneys Online-Shop einzulösen.

Ab dem 21. Februar bietet Aldi ein 15,4-Zoll-Notebook für 699 Euro an. Das Modell Akoya MD 96630 der Aldi-Hausmarke Medion verfügt über einen Dualcore-Prozessor T2330 mit 1,6 Gigahertz von Intel sowie satte drei Gigabyte Arbeitsspeicher.
Was bei Gefangenen funktioniert, kann auch für Kinder nicht schlecht sein: Der In-Reach Child Tracker soll Kinder im Zaum halten und für Entspannung bei den Eltern sorgen. Mit Hilfe elektronischer Fußfesseln.
Ein speziell für Kinder entwickeltes Mini-Notebook stellt die US-amerikanische Firma PeeWee PC vor. Das Netbook verfügt über einen drehbaren und 8,9 Zoll großen Touchscreen und wiegt 1,4 Kilogramm. Die Tastatur und das Gehäuse sind spritzwassergeschützt und sollen daher auch kleinere Stürze unbeschadet überstehen.
Eine Armbanduhr mit eingebautem GPS-Sensor gestattet britischen und amerikanischen Eltern, den genauen Standort ihrer Kinder zu ermitteln. Zur weiteren Sicherheit gibt die Uhr Alarm, wenn sie vom Handgelenk entfernt wird. Die Überwachungsuhr heißt "Lok8u", eine Kurzform für "Locate You". Der Hersteller verspricht Eltern vollmundig, dass sie nach Anschaffung des Gerätes weniger Zeit in die Aufsicht der Kinder investieren müssen.
Die US-Kartellbehörde FTC hat eine weitere Ermittlung gegen Apple eingeleitet. Neben den Richtlinien für Abonnements im App Store stehen nun auch die In-App-Käufe auf dem Prüfstand.
Apple führt mit iOS 4.3 auch schärfere Regeln für den Kauf von virtuellen Gütern aus Apps ein. Auf Wunsch von Verbraucherschützern muss künftig bei jedem Kauf das iTunes-Passwort eingegeben werden.




