Blackberry verkauft sich wie geschnitten Brot
Mobile Computing: Schwarzbeere bringt den PDA-Aufschwung
Ein einziges Gerät als Hoffnungsträger einer ganzen Branche: Der Blackberry getaufte PDA aus dem Hause RIM sorgt in einem seit einiger Zeit stagnierenden Markt für Aufschwung. Wie das Marktforschungsunternehmen Gartner heute über dpa verkünden ließ, erreichten die kleinen PDAs, in Deutschland über T-Mobile erhältlich, einen sagenhaften Zuwachs von 289 Prozent.
Dies reichte aus, um den Gesamtmarkt um stolze zwölf Prozent anzukurbeln. "Die Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen einen kontinuierlichen Wandel von einem überwiegenden Konsumentenmarkt zu einem Markt, in dem mehr als ein Drittel aller PDAs von Unternehmen gekauft werden", sagte Todd Kort, Chef-Analyst von Gartner. Der Blackberry springt genau in diese Nische. Er verzichtet auf Multimediaspielereien und erfreut dafür mit der Möglichkeit, immer und überall seine Emails abrufen zu können.
Smartphones lassen die Luft dünn werden
Für den Umsatzeinbruch im Geschäft mit den Organizern sind vor allem die so genannten "Smartphones" verantwortlich. Sie graben den PDAs zunehmend das Wasser ab indem sie zahlreiche Features von Palm und Co. gleich mit erledigen. "Der PDA-Markt wird auch weiter durch Smartphones unter Druck stehen", sagte Todd. Sony zog bereits erste Konsequenzen und wird in Zukunft überhaupt keine Organizer mehr herstellen, um sich auf den Verkauf von Smartphones zu konzentrieren.

Spitzenreiter der Branche ist nach wie vor das kalifornische Unternehmen palmOne mit einem Marktanteil von 33,2 Prozent. Auf dem zweiten Platz, vor Blackberry-Hersteller RIM, liegt mit 19,3 Prozent Hewlett-Packard.
