Rasanter Rechenzwerg im Test: Shuttle XPC SN95G5

Temperaturmessung 1

Obwohl es sich bei dem uns vorliegenden XPC SN95G5 noch um ein Vorserienprodukt handelt, absolviert er alle Testläufe mit Bravour - einzig beim Speichertest von PCMark 04 kam es zum Absturz. Alle anderen Benchmarks verlaufen wie die Temperaturtests jedoch vollkommen fehlerfrei. Dank dem Dual-Channel-Speichercontroller und den entsprechenden Modulen erntet der potente Barebone bei der Sandra-Messung für die Speicherbandbreite den Bestwert. Mit sehr guten Werten bei 3DMark und Aquamark bescheinigen wir ihm uneingeschränkte Spieletauglichkeit - sofern die Grafikkarte nur einen Steckplatz in Anspruch nimmt. Shuttle zufolge sind Modelle mit zusätzlichem Stromanschluss nicht in seinem Sinne, doch das integrierte Netzteil zeigt sich selbst Sapphires Extraverbraucher an der 12-Volt-Schiene gewachsen.

Für die Hitzefolter unter Volllast wählten wir den "Burn-in Wizard" der Analysesoftware Sandra und ließen den "CPU Arithmetic Benchmark" sowie den "CPU Multi-Media Benchmark" für etwa eine halbe Stunde durchlaufen. Da die Sapphire 9800 XT Ultimate Edition wegen ihres übergroßen Passivkühlers einem geschlossenen Gehäuse im Wege steht, verwendeten wir stattdessen eine Geforce-Ti4200-Grafikkarte - bei einer sommerlichen Zimmertemperatur von etwa 27 Grad. Beim ersten Durchlauf kommt die Lüftereinstellung Smart Fan mit maximal 1.500 Touren zum Tragen, für den zweiten stellten wir den Rotor mit SpeedFan 4.14 auf eine feste Drehzahl von gerade noch erträglichen 2.000 Umdrehungen ein.

Volllast °CIdle °C
Board5955
CPU5045
Netzteil5551
Festplatte4340

Temperaturmessung 2

Volllast °CIdle °C
Board5144
CPU4436
Netzteil4943
Festplatte3734

Hier wird neben dem Potential des von 80 auf 92 Millimeter gewachsenen Lüfters auch dessen höhere Lärmentwicklung deutlich - empfindliche Ohren, denen es auf ein paar Grad mehr oder weniger nicht ankommt, bleiben besser unter 2.000 Umdrehungen. Glücklicherweise übertönt er in jedem Fall etwaige, hochfrequente Quälereien der kleinen Mainboard- und Netzteil-Lüfter. Dass die Werte des Mainboardsensors derart hoch ausfallen, erklärt zum Einen die enge Bauweise des XPC SN95G5. Zum Anderen macht Shuttle dafür die Nähe zum 240-Watt-Netzteil verantwortlich. Zum Auslesen der Werte taugt Nvidias "nForce System Utility" beim verwendeten Chipsatz in der Version 1.08.5 noch nicht, doch die geplante Version 2 soll bald Abhilfe schaffen.

Rasanter Rechenzwerg im Test: Shuttle XPC SN95G5
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Fazit

Als Shuttles High-End-Modell in Sachen AMD setzt der XPC SN95G5 sowohl leistungsmäßig überzeugende als auch optisch ansprechende Akzente. Konkurrenz bekommt er demnächst vom Werkskollegen SB83G5, der Intels neuen Sockel 775 vertreten soll - im gleichen Design, jedoch in Silber statt Schwarz gehalten. Neben kleineren Macken gibt es an dem von uns getesteten Prototypen nichts zu bemängeln, außer dass er für den Einsatz im Wohnzimmer etwas leiser sein könnte. Doch darüber hinaus klingt der Preis von 359 Euro angemessen.

Als stark komprimierte Rechenmaschine trauen wir dem Kleinen alles zu, was wir von einem kompletten und bedeutend größeren Desktoprechner erwarten würden. Als gewöhnlicher Office-PC unterfordert, kann der XPC SN95G5 seine Talente jedoch erst bei aufwendigen Multimedia-Anwendungen und flotten 3D-Würfelspielen wirklich ausspielen. Die gebotene Leistung pro Kubikmeter stimmt.

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