Kleiner PC ganz groß

Rasanter Rechenzwerg im Test: Shuttle XPC SN95G5

Längst sind die kleinen Würfel-PCs mehr als nur ein Geheimtipp für eng bemessene Arbeits- und Lebensräume. Größtenteils ist es der Pionierarbeit von Shuttle zu verdanken, dass die Mini-Barebones so schnell nicht mehr unterschätzt werden. Sie stehen zu Hause neben der Hi-Fi-Anlage, auf dem Schreibtisch im Büro oder machen selbst in gediegenen Etablissements eine gute Figur. Wir haben ein besonders rasantes und edles Exemplar genauer unter die Hardware-Lupe genommen - den neuen XPC SN95G5 für den Sockel 939 von AMD.

Rasanter Rechenzwerg im Test: Shuttle XPC SN95G5

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Aluminium als Edelmetall
  2. 2Der Zusammenbau
  3. 3Es wird eng
  4. 4Die Last mit dem Laufwerk
  5. 5Leistungsmessung
  6. 6Testumgebung
  7. 7Temperaturmessung 1
  8. 8Temperaturmessung 2
  9. 9Fazit

Wer unpraktische, schwere und klobige Gehäuse gewohnt ist, den werden zuerst die Ausmaße der Verpackung stutzig machen. Dass sich darin wirklich ein ausgewachsener Computer verbergen soll, wird erst nach dem Auspacken glaubhaft. Doch zuvor weicht die bereits zurückgeschraubte Erwartungshaltung, was die Größenverhältnisse eines Desktop-PCs angeht, je nach Menschenschlag ungläubigem oder respektvollem Staunen. Den XPC auf einer Hand balancierend, erntet das Schaulaufen beim weiblichen Publikum Ausrufe wie "der ist aber niedlich" beziehungsweise "och, wie süß" - zwei durchaus treffende Beschreibungen.

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Aluminium als Edelmetall

Elegant sieht er aus - ganz in schwarz gehalten und mit Chromapplikationen an der Front aufgewertet. Die Außenhaut aus gebürstetem Aluminium ziert ein eingestanztes Shuttle-Logo, auf Höhe des Mainboards sorgen viele kleine Löcher für die Zufuhr von Frischluft. Optische und Disketten-Laufwerke verstecken sich hinter Kunststoffblenden im gleichen Leichtmetall-Look, schnödes Beige hat keine Chance. Hinter der schmalen hochglänzenden Klappe am unteren Rand präsentieren sich auf leichten Druck Anschlüsse für Mikrofon und Köpfhörer, außerdem zwei USB-Ports sowie ein FireWire-Mini-Eingang. Wer seinen Blick anschließend noch etwas senkt, stößt auf zwei silberne Füßchen an der Unterseite des Gehäuses.

Knöpfe für Hauptstrom und Reset sind in Form eines dünnen, matt-silbernen Streifens in die Vorderseite eingelassen. Hinter entsprechenden Symbolen informieren daneben eine rote Festplatten- und eine blaue Power-LED über den aktuellen Status des Systems. Dicht gedrängt die Rückseite, dort versammeln sich auf engstem Raum neben einem CMOS-Resetschalter folgende Anschlussmöglichkeiten:

  • SPDIF out (optisch)
  • SPDIF in (optisch)
  • SPDIF out (koaxial)
  • COM
  • 2x PS/2
  • FireWire 400
  • LAN (RJ45)
  • 2x USB
  • Line-In
  • Center / Bass
  • Rear out
  • Front out
Rasanter Rechenzwerg im Test: Shuttle XPC SN95G5

Der Zusammenbau

Doch genug der Äußerlichkeiten - schließlich gilt es herauszufinden, was in dem Kleinen steckt. Praktischerweise öffnet sich der XPC SN95G5 ganz ohne Schraubenzieher, per Hand müssen lediglich drei Rändelschrauben abgedreht werden. Komplett gibt sich das teilweise schon eingebaute, beiliegende Zubehör. Für optische Laufwerke bahnt sich bereits ein entsprechendes ATA-Kabel seinen Weg durchs Innere. Platzsparend verlegt und mit Halteklammern befestigt, kommt es weder den Händen des Monteurs noch dem Luftstrom im Inneren in die Quere. Des Weiteren liefert Shuttle alles Nötige für einen bis zum Äußersten vollgestopften Mini-PC mit: Strom und Stecker für eine S-ATA-Festplatte, Floppy- und ATA133-Kabel, Netzanschluss und Verlängerung für 12-Volt-Strom.