Funkarmbänder für die Gesundheit

Siemens: RFID stürmt die Krankenhäuser

Gerade Kassenpatienten kennen das Problem: Sie werden in Krankenhäusern herumgeschoben, vernachlässigt und oft genug vergessen. Wie ein Joghurt im Supermarkt-Regal. Damit so etwas in Zukunft nicht mehr passiert, mit dem Joghurt, nicht mit dem Patienten, haben findige Wissenschaftler RFID-Etiketten erfunden.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Angenehm zu tragen
  2. 2Sammeln und abrufen
  3. 3Risiken und Nebenwirkungen

Diese werden bald auf jedem Joghurt zu finden sein, damit der nicht mehr verloren geht. Genau wie bei den Krankenhaus-Patienten. Statt einer Persönlichkeit im Krankenhaus ist der Patient nun eine von hunderten gleicher Waren in einer Lagerhalle. Welcher Joghurt, Entschuldigung: Patient braucht schon menschliche Wärme?

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Angenehm zu tragen

Siemens jedenfalls scheint der Ansicht zu sein, dass es nötig ist, Patienten mit einem RFID-Etikett in Form eines Armbandes auszustatten. Da nützt es auch nichts, dass diese Etiketten aus Papier und "angenehm zu tragen" sind. Genauso wenig, dass die Armbänder keine persönlichen Daten enthalten außer des Links zur elektronisch abgelegten Krankenakte auf dem Krankenhaus-Server.

Bei einem erfolgreichen Pilotprojekt im New Yorker Jacobi-Krankenhaus wurden 200 Patienten mit den Armbändern ausgestattet. Im Rahmen der Krankenhausaufnahme wird eine digitale Krankenakte angelegt. Der Patient wird mit dem Chip ausgestattet, der aus Datenschutzgründen aber keine persönlichen Daten enthält, sondern nur eine Verweis auf die Krankenakte.