Ein Autor, ein Mailprogramm und ein Monat Spam
Test: Das Spam-Experiment
Christian Rentrop
Opfernaturen hingegen sind Email-Adressen aus den Usenet oder Webforen ohne Zugangssperre, insbesondere dann, wenn diese Foren bei großen Anbietern wie Forum-Romanum oder Parsimony gehostet werden. Sinnvoll, sich viele verschiedene Email-Adressen anzulegen, dann ist es leicht, herauszufinden, wo das Spam-Loch steckt.
Spam beim Freemail-Anbieter
Im Gegensatz zum privaten Mailaccount über die Website war der Account bei Freemail wunderbar Spam-frei. Hier trudelten im Lauf eines Monats "nur" 72 Mails ein, die sich interessanterweise von denen des Website-Accounts völlig unterschieden. Hier gingen vor allen Dingen Offerten für raubkopierte Software und Würmer ein.
Dazu muss vielleicht erwähnt werden, dass Web.de bei Freemail bereits seit geraumer Zeit einen webseitigen Spam-Filter anbietet, den ich aber aus Forscherdrang natürlich deaktiviert hatte. Zudem verschwanden auch diverse Web.de-Newsletter in dem Spam-Ordner, weswegen sich die Gesamtzahl an Spam-Nachrichten vermutlich noch einmal nahezu halbieren lassen dürfte.
Dienstliche Adressen und das FazitZuguterletzt war der dienstliche World.net-Account fällig. Hier trudelten im Testzeitraum ebenfalls sehr wenige unerwünschte Nachrichten ein, insgesamt 16 an der Zahl. Dabei ist auffällig, dass es sich ausschließlich um Email-Würmer handelte, Sober, Bagle, Netsky, alles vertreten.
Insgesamt beträgt das im Test registrierte Spam-Aufkommen rund 5 Mails pro Tag und Account. Bei einer ähnlichen Zahl von gewollten Nachrichten ergibt sich daraus eine Spam-Rate von etwas über 50 Prozent. Das ist natürlich eine Zahl, die, gerechnet auf mehrere hundert Millionen Internet-Nutzer auf der Welt ein ordentliches Datenvolumen beinhaltet, das bei Providern, Unternehmen und Privatanwendern oft mit enormen Kosten verbunden sind. Grund genug, dem Spam weiterhin den Kampf anzusagen.
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