Test: Das Spam-Experiment

Spaß mit der Website-Adresse

Der am stärksten befallene Account war, wir sollte es anders sein, der der privaten Website, der auch für Newsletter, Anmeldungen bei irgendwelchen Diensten, Webforen und Gewinnspielen eingesetzt wurde. Ja, auch ein Sec-World-Redakteur möchte manchmal ein Auto gewinnen und nimmt die Spam-Gefahr dafür in Kauf. Den Smart muss die Schneckenpost verschlampt haben.

Satte 351 unerwünschte Nachrichten kamen auf diesem Account an, der über eine Catch-All-Weiterleitung sämtliche Mails@Website-Adresse.de auffängt. Darunter sehr amüsante Stilblüten. Ministrant werden in 48 Stunden, Taufen und Trauungen vornehmen? Kein Problem, aber bitte vorher den Baptisten beitreten und zahlen. Nur: Wer will das schon? Da helfen auch keine wiederholten Aufforderungen.

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Der schlaue Spammer und das Geschlechtsorgan

Ein schlauer Spammer stellte fest: "Ur PeNlS Is So Smaall". Diese Beleidigung, dazu noch in derart grässlichem Englisch, konnte der Sec-World-Redakteur natürlich auch nicht auf sich sitzen lassen. Wobei ja 5 Zoll, also gut 10 Zentimeter in nur 10 Wochen durchaus einladend klangen.

Als Ministrant mit XXL-Geschlechtsorgan hätte ich natürlich ein ganz anderes Sendungsbewusstsein gehabt denn als Sec-World-Redakteur. Praktisch, dass sich bei der Gelegenheit gleich Angebote in Sachen Spam-Versand fanden. 10 Millionen Empfänger, für nur 4 Dollar im Monat. Andere bezahlen Unsummen für Partnerbörsen, ich schicke einfach ein Nacktfoto an 10 Millionen sicherlich interessierte Email-Nutzer.

Kein Geld für die Offerten, denn Phisher hatten das Konto geleert

Leider musste es beim Träumen bleiben, denn mein Konto bei der US-Bank wurde geplündert. Warum weiß ich leider auch nicht so genau, ich hatte nur auf die Email reagiert, die mir von der Bank geschickt worden war: "Please confirm your data, otherwise your access to the system may be blocked." Dumm nur, dass ich gar kein Konto bei der US-Bank habe.

Das war nur ein Medley der im Testzeitraum eingetrudelten Werbenachrichten. Natürlich hätte ich schnell wieder an Geld kommen können, indem ich einen flüchtigen Schwarzafrikaner dabei geholfen hätte, sein Geld außer Lande bringen zu können, natürlich erst nach der Überweisung einer beträchtlichen Summe auf sein Konto, als Sicherheitsbeleg.