Vor die Tür gesetzt: Keinen Vertrag mit T-Com
Umsonst telefonieren
Alle VoIP-Anbieter haben eins gemeinsam: netzinterne Gespräche kosten nichts. Die Gebühren für deutschlandweite Verbindungen schwanken zwischen einem und drei Cent pro Minute, Gespräche in Handynetze sind etwa genauso teuer wie bei der T-Com; ebenso Auslandsgespräche. Die Einrichtungspreise und Grundpreise variieren stark, sie reichen von null bis zehn Euro, je nach Anbieter.
VoIP gilt immer noch als außergewöhnlich, und die Anbieter schweigen sich über Kundenzahlen aus. Und für die, die sich schon früh für VoIP entschieden hatten, war es zeitweise ein Trauerspiel: Verbindungen, die einfach nicht zustande kommen wollten, schlechte Sprachqualität und umständliche Konfigurationsarbeiten. Inzwischen scheint es besser zu funktionieren; ein Test in der Redaktion zeigte problemlosen Verbindungsaufbau in beide Richtungen, kurze Verzögerungen beim Gespräch und ordentliche Sprachqualität. Und: QSC beispielsweise garantiert bei ihrem VoIP eine Verfügbarkeit von 97,5 Prozent - die garantierte Verfügbarkeit eines T-Net- oder T-ISDN-Anschlusses liegt bei 97 Prozent.
Nur für mutige?
VoIP ist ihm Moment noch etwas für Trendsetter. Wenn es funktioniert, ist es günstig und unkompliziert; und wer ohnehin einen DSL-Anschluss, am besten mit Flatrate, hat, sollte sich die Angebote der Provider näher ansehen. Wichtig ist nur, auf die Hardware-Preise für die VoIP-Geräte zu achten.
Der Umstieg ist relativ einfach: DSL bei einem Alleinanbieter beantragen, VoIP beantragen und Telekom-Anschluss kündigen. Auch hier sollte man eine Pufferzeit einrechnen. Dazu am besten die Vorlaufzeiten und Kündigungsfristen erfragen.
Fazit
Je weniger Telekom, desto mehr Aufwand. Aber: Je weniger Telekom, umso günstiger. Zumindest für den, der seine Telefonkosten gut abschätzen kann oder bereit ist, auf VoIP umzusteigen. Und wer wenig telefoniert, aber sowieso eine DSL-Flatrate hat, sollte über einen Umstieg nachdenken. Die Genion-Variante lohnt sich für den, der einen günstigen DSL-Tarif hat und wenig telefonieren will. Und die einfachste Lösung ist es, sich bei einem Full-Service-Provider anzumelden.
Beim Umstieg sollte man sich an der Restlaufzeit des Telekom-Anschlusses orientieren, denn das ist das einzig fixe Datum. Wer stark auf Internet und Telefon angewiesen ist, sollte eine großzügige Überschneidung einplanen, falls die neuen Anbieter die Anschlüsse nicht so schnell bereitstellen können. Wer zur Not auch mal eine Woche ohne Internet und Telefon auskommt, kann pokern und dabei Geld sparen.
