WLAN-Räubern das Handwerk legen
Tutorial: Kabellose Netze sicher machen
In der Werbung ist alles so einfach: Schöne oder sogar prominente Menschen sitzen mit dem Laptop im Garten und surfen dabei im Internet. Ohne Kabel, natürlich, und erledigen dabei Bank- oder Aktiengeschäfte. Um die Sicherheit ihres kabellosen Netzwerkes machen sie sich keine Sorgen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Kabellose Botschaften aus dem Werbe-Universum
- 2Maroder Zustand ab Werk
- 3MAC-Adressen - nicht nur für Apple-Rechner
- 4Zugriff effizient beschränken
- 5Linux-Befehle ändern die MAC-Adressen
- 6WEP: Enigma im 21. Jahrhundert
- 7WEP gilt als unsicher
- 8Besser: Der WPA-Schlüssel
- 9Passwort-Sicherheit liegt am Benutzer
- 10Versteckt die Netze!
Wieso sollten sie auch? Die gigantischen, immer mit einem Pool ausgestatteten Anwesen im Werbespot-Paralleluniversum liegen in einem Land ewigen Sommers und sind vermutlich so groß, dass der Funk überhaupt nicht weit genug reichen würde. Einmal abgesehen davon, dass in dieser Welt niemand ernsthaftes Interesse hätte, ein solches WLAN abzuhören.
Kabellose Botschaften aus dem Werbe-Universum
Die Kunden, die die Gerätschaften schließlich in die Hand gedrückt bekommen, leben jedoch in der Realität, mit all ihren Stolpersteinen und Engstirnigkeiten. Hier wohnen nur die wenigsten auf Funkreichweite-Egal-Anwesen, stattdessen in Wohnsilos oder Reihenhäusern.
Und so ist es bereits zu einem Volkssport avanciert, dem Nachbarn mit einem ungesicherten WLAN den Spaß am kabellosen Surfen zu vermiesen. Man funkt dazwischen, lässt Router abstürzen, Wildfremde zwei Stockwerke tiefer und auf der anderen Straßenseite können die teure DSL-Flatrate mitbenutzen.
Maroder Zustand ab Werk
Das muss nicht sein. Denn im Auslieferungszustand sind die wenigsten kabellosen Netzwerke genügend abgesichert. Die Hersteller setzen auf Bedienungsfreundlichkeit statt Sicherheit, wodurch das Aufsetzen vernünftiger Sicherheitsvorkehrungen am Endverbraucher hängenbleibt. Doch nur die wenigsten wissen, wie sie ihr kabelloses Netz sicher machen oder lassen es aus Bequemlichkeit einfach komplett sein.
Dabei ist es relativ einfach, einen modernen Funkrouter dicht zu machen. Über die nötigen Funktionen jedenfalls verfügt er. Der Sicherheitsgewinn ist beträchtlich, immerhin verhindert ein sicher eingerichtetes Funknetz, dass sich so genannte Wardriver vom Auto aus Zugang zum Netz verschaffen und im Zweifelsfall irgendwelche Daten stehlen.
MAC-Adressen - nicht nur für Apple-Rechner
Die wohl wichtigste Funktion ist die Zugangssperre über MAC-Adressen. Jedes Netzwerkgerät, ob mit oder ohne Kabel, verfügt über diese eindeutige Nummer. Sie besteht aus einer zwölfstelligen Hexadezimalzahl in der Form 00:50:8B:5A:55:55 und ist normalerweise auf dem Gerät angebracht.

Passwörter sind die einzige Möglichkeit, seine Daten vor Dritten zu schützen. Ob E-Mail- oder Ebay-Account oder schlicht der eigene Rechner: Ein Passwort sorgt für Sicherheit. Allerdings nur, wenn es gut gewählt ist.
WLAN-Netzwerke gibt es mittlerweile in den meisten Haushalten und Unternehmen. Um ein solches drahtloses Netzwerk vor unbefugten Zugriffen zu schützen, stellen WLAN-Router verschiedene Verschlüsselungs-Verfahren zur Verfügung. Aktuell sorgen die drei Standards WEP, WPA und WPA2 für Sicherheit im Netzwerk. Die gewählte Verschlüsselungsmethode wirkt sich neben der Daten-Sicherheit auch auf die Netwzerk-Geschwindigkeit aus.
Um mit der Playstation Portable im Internet zu surfen und auf das Playstation Network oder Sonys Online-Store zuzugreifen, ist eine WLAN-Verbindung Voraussetzung. Netzwelt zeigt Schritt für Schritt, wie die Anbindung an das heimische Funknetzwerk gelingt.





