Einigung steht offenbar kurz bevor
MP3-Downloads: Bald auch Indies auf iTunes
Am Montag verdichteten sich die Gerüchte, dass eine Einigung zwischen Apple und zahlreichen europäischen Indie-Labels naht. Damit könnten zahlreiche Lücken in den europäischen iTunes-Ablegern geschlossen werden.
David gegen Goliath
Als Apple Mitte Juni seine drei iTunes-Filialen in Deutschland, Großbritannien und Frankreich eröffnete, fehlten Songs von Bands wie den White Stripes oder Basement Jaxx. Zahlreiche Indie-Labels verweigerten Apple einen Vertrag mit der Begründung, der Computerhersteller wolle sie über den Tisch ziehen. Große Plattenfirmen hätten deutlich bessere Bedingungen bekommen, hieß es damals.
Der Hintergrund des Konflikts ist, dass Plattenfirmen in den USA rund 66 Prozent der iTunes-Einnahmen bekommen. Europäische Indie-Labels sollten sich nach Apples Vorstellungen jedoch mit 45 Prozent begnügen - Bedingungen, die von Indie-Label-Vertretern als "ökonomischer Selbstmord" bezeichnet wurden. iTunes-Nutzer hatten sich in den vergangenen Wochen immer wieder über die Lücken im Katalog beschwert.
Das Fehlen der kleinen Plattenfirmen hat die iTunes-Umsätze offenbar jedoch nur unwesentlich beeinflusst. Apple verkündete diese Woche, insgesamt 100 Millionen Titel seit dem US-Start des Angebots vor 15 Monaten verkauft zu haben.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Musikdienst und Apple iTunes.
