Passwort-Raten leicht gemacht

Tipps für gute Passwörter

Doch wie "funktioniert" ein gutes Passwort? Ein gutes Passwort ist nicht unbedingt komplex, aber schwer zu erraten. Und lang. So ist es Humbug, den Namen eines Verwandten oder Haustieres einzugeben. Dieser kann von Bekannten sehr schnell erraten werden, doch auch Außenstehende dürften wenige Probleme damit haben.

Ein gutes Passwort muss lang sein. Je länger, desto besser. Auf diese Weise kann der bei Hackern beliebten Brute-Force-Methode vorgebeugt werden. Bei Brute Force probiert ein Algorithmus mit hoher Geschwindigkeit sämtliche Passwörter aus einer beliebigen Liste aus oder geht alternativ das Alphabet mit allen möglichen Kombinationen durch.

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Und die Länge entscheidet doch!

Dadurch ist ein Passwort, das zum Beispiel "AAA" lautet, wesentlich leichter zu knacken, als eines, das "Hämoglobinmangelerscheinungserkrankung" heißt. Doch dummerweise lassen viele Dienste keine derart langen Passwörter zu, zudem sind solche Wurmfortsätze nicht unbedingt förderlich für den Bedienungskomfort.

Der Einsatz von Sonderzeichen kann die Passwortlänge sinnvoll einschränken bei gleichbleibender Sicherheit gegenüber einem Kennwort im XXL-Format. So ist das Kennwort "Ulrike" zwar richtig schlecht, sobald es aber mit Sonderzeichen geschrieben wird, durchaus in Ordnung. Und zusätzlich leicht zu merken: "uLR/kÄ"

Sonderzeichen sind kein Grund zum Schämen

Dieses spezielle Beispiel ist allerdings zu kurz, um wirklich sicher zu sein und auch Brute-Force-Attacken stand zu halten. Eine sinnvolle und leicht merkbare Passwortlänge ist zwischen 8 und 10 Zeichen angesiedelt. Doch auch das beste Passwort bringt nichts, wenn es einmal erraten wurde.

Deshalb sollte auf den doppelten Einsatz von Kennwörtern verzichtet werden. Zusätzlich ist es recht sinnvoll, das Passwort regelmäßig zu ändern. Dann können auch Profis kaum darauf kommen, sofern sie sich das Passwort nicht mithilfe von Social Engineering oder Trojanern erschleichen.