Unterwegs mit zwei Festplattenplayern
Im Vergleichstest: iAudio M3 vs. Creative MuVo²
Michael Knott
Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Und mit Musik. Zwischen Marmelade und Cornflakes liegen zwei Festplatten-MP3-Player auf dem Tisch. Darf ich vorstellen: Creative MuVo², 1,5 Gigabyte Festplatte im 1-Zoll-Format. Und dahinten, neben den Brötchen versteckt sich geschickt der iAudio M3, brandneuer 20-Gigabyte-Player aus dem Hause Cowon. Kauend schnappe ich mir den MuVo², der M3 ist mir aufgrund seines Aluminiumgehäuses noch zu kalt zur frühen Stunde und kommt daher in den Rucksack, packe meine sieben Sachen und verlasse die Wohnung.
Junge Player zum Mitreisen gesucht
Ein Tastendruck auf den viel zu klein geratenen Navigationsjoystick erweckt den MuVo² aus dem Tiefschlaf. Man kann ein leichtes Surren und Pfeifen vernehmen, dann setzen die ersten Bässe von Prodigy ein. Die Jungs legen sich mächtig ins Zeug und kommen mit den mitgelieferten Ohrsteckern ganz gut rüber. Allein die Bässe könnten druckvoller sein. Immer noch kämpfe ich mit der Bedienung der winzigen Multifunktionstaste als etwa 500 Meter vor mir die S-Bahn einläuft. Ich beginne zu rennen.
Dem Player ist es zum Glück egal ob ich renne oder nicht. Brav spielt er weiter die Musik ab und selbst die Ohrstecker bleiben sitzen, dass habe ich schon anders erlebt. Die Bahn erreiche ich nur mit letzter Kraft. Keuchend lasse ich mich auf die Sitze fallen. Draußen zieht unspektakulär Landschaft an mir vorbei. Genügend Zeit ein wenig zu spielen.
Menüführung à la carteDas Menü des Creative-Players ist logisch aufgebaut und abgesehen von der extrem fummeligen Bedienung mittels Joystick einfach zu bedienen. Zur Auswahl stehen unter anderem vier verschiedene Soundmodi (Jazz, Pop, Rock, Klassik), ein individuell verstellbarer Equalizer und die üblichen Wiedergabemodi. Das alles stellt der Winzling auf einem etwas klein geratenen, beleuchteten Zweizeilendisplay dar. Ein Radio und die Möglichkeit, den MuVo² als Diktiergerät zu nutzen, gibt es leider nur mit der optional erhältlichen Kabelfernbedienung.
Der Player liegt sehr gut in der Hand und ist angenehm leicht. Problemlos verschwindet er in der Hosentasche. Leider verfügt er nicht über einen mechanischen Schalter zur Tastensperre. So kann es unter Umständen passieren, dass sich das Gerät selbständig ein- oder ausschaltet, was natürlich zu Lasten des Akkus geht. Immerhin hält dieser im Durchschnittsbetrieb rund acht Stunden lang durch. Aufgrund der fehlenden Kabelfernbedienung lässt sich das Gerät in der Tasche leider nicht mehr bedienen. Die 1,5 Gigabyte reichen für circa 25 Stunden Musik in MP3-Qualität (bei 128-KBit-Codierung). Also lehne ich mich erst mal zurück...
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