Der Vatikan setzt auf Spionage-Chips

Sicherheit: RFID mit Gottes Segen

Bibliotheken sind Orte der Bildung und des Wissens. Und der Bücher: Allein die Bibliothek des Vatikans verfügt über rund zwei Millionen Bücher und Manuskripte, zum Teil unersetzbare Originale aus der gesamten Kirchengeschichte. Religiös, kulturell und geschichtlich ist das Abhandenkommen eines wertvollen Stückes beschriebenen Papiers ein großer Verlust.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das Los der verlorenen Bücher
  2. 2Beschädigungen vermeiden
  3. 3Spezielles Bücher-RFID

Aus diesem Grund setzt der Vatikan nun RFID-Chips zur Katalogisierung der kostbaren Stücke ein. Das hat für die Bibliotheksleitung zwei große Vorteile: Einerseits fällt der Inventuraufwand flach. Jährlich muss die Bibliothek für einen Monat geschlossen werden, um den Lesestoff neu zu katalogisieren.

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Das Los der verlorenen Bücher

Andererseits können aber auch verlorene Stücke, die beispielsweise hinter ein Regal gerutscht sind, schneller geortet werden. Dadurch reduziert sich der "Wartungsaufwand" des vatikanischen Lesezentrums auf ein Minimum: Binnen eines halben Arbeitstages könnten alle Bücher katalogisiert werden.

Ganz nebenbei ist die RFID-Methode auch überaus schonend für die alten Wälzer. Viele Bücher müssen zur Katalogisierung aus den meterhohen Regalen genommen werden, und sei es nur, um nach einem verschollen geglaubten Buch zu suchen. Dabei können Unfälle passieren, ein Buch beispielsweise herunterfallen. Dabei wird der Lesestoff zwar nicht zerstört, die Leimung könnte aber aufbrechen und Seiten reißen.