Innovation-Center soll die RFID-Technologie fühlbar machen

RFID: Metro-Lieferanten werden einsatzbereit gemacht

Die Metro-Gruppe möchte als erstes Unternehmen weltweit die Radio Frequenz Identifikation (RFID) auf ihrer gesamten Prozesskette einsetzen. Vom Hersteller über den Zulieferer und den Laden hin zum Kunden soll die Logistikkette dann nicht mehr unterbrochen werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Technologie-Übung für Zulieferer
  2. 2Breite Einführung im November
  3. 3Erstmal nur Verpackungs-Tags

Technologie-Übung für Zulieferer

Dazu benötigt die Metro-Gruppe allerdings die Zustimmung und Kenntnis seiner Zulieferer, zumal sie die Technologie bereits im November flächendeckend einsetzen will. Zu diesem Zweck wurde nun in Neuss bei Düsseldorf das RFID Innovation Center aus der Taufe gehoben, wo die Partner der Metro-Gruppe die Spionagechips realitätsnah testen dürfen.

So werden in Neuss sowohl ein Bekleidungs- als auch ein Lebensmittelgeschäft nachgebildet, in denen die RFID-Technologie zum Einsatz kommt. Aber auch an die Zulieferer und Logistiker haben die Macher gedacht. So gibt es eine komplette Simulation einer Lieferkette, zusätzlich wird das Kaufhof-Lager Neuss, in dem sich das RFID-Zentrum befindet, zu Testzwecken genutzt.

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Breite Einführung im November

Im Mittelpunkt der Simulationen stehen vor allem die RFID-Tags und Lesegeräte, die von den Besuchern aus Partner-Unternehmen ausprobiert werden können. Immerhin soll die Technik auch vor dem Weihnachtsgeschäft in Betrieb genommen werden. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, immerhin gilt es, sämtliche der zur Metro-Gruppe gehörenden Supermarkt-Ketten umzustellen.

Allerdings sollen die aktuell 269 Standorte von Metro, Kaufhof und Real sowie die rund 100 Zulieferer erst in Phase 2 vollständig auf RFID setzen. Das bis November 2004 zu erreichende Ziel befasst sich mit erst einmal 20 Zulieferern. Diese können im RFID-Innovation-Center die Technologie ausgiebig testen und sich so auf den praktischen Einsatz vorbereiten.

Erstmal nur Verpackungs-Tags

Dabei sollen nach Angaben der Metro-Gruppe vorerst nur nur Transportverpackungen und Paletten mit RFID-Chips versehen werden, Dinge also, die sich problemlos entfernen lassen und im täglichen Leben eigentlich kaum Datenschutz-Probleme verursachen dürften. Theoretisch jedenfalls.

Zygmunt Mierdorf, Mitglied des Vorstands und CIO der METRO-Gruppe: "Die METRO Group unterstreicht einmal mehr ihre Rolle als einer der Innovationstreiber im Handel. Darüber hinaus verstehen wir unser Engagement als klares Bekenntnis zum Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland."