Die Nr. 1 der Alternativen ist nur eine Nr. 2
Arcor: Einheitsbrei statt Telekom
Sascha Hottes
Zumindest preislich kann sich Arcor aber vom großen rosa Bruder abheben: Wer einen ISDN-Anschluss, 1-Mbit-DSL und eine Flatrate möchte, kommt bei Arcor deutlich billiger weg: Bei Arcor kostet die Vollbedienung 39,90 Euro, beim Rosa Riesen 62,89 - dank der teuren T-Online Flatrate. Aber auch mit einer Zehn-Euro-Flatrate ist Arcor billiger.
Auch Telefongespräche sind bei Arcor günstiger als bei der Telekom; allerdings deutlich teurer als über Call-by-Call. Wer also viel telefoniert, läuft Gefahr, am Ende mehr zu bezahlen, obwohl die Grundgebühren niedriger sind. Außerdem bietet Arcor für rund 20 Euro eine Telefonflatrate an; zusätzlich telefonieren Arcor-Kunden untereinander umsonst.
Arcor bleibt blass
Gegenüber der Telekom und auch gegenüber den Resellern bleibt Arcor aber trotzdem blass, wirkt hölzern und spießig. 1&1 versucht zumindest, über VoIP möglichst viel aus dem Resale-DSL-Anschluss herauszuholen, freenet hat sein iP1, AOL eine große Community und ein bisschen Wohlfühl-Feeling, Alice hat Alice.
Arcor hat zwar PIA, der "persönlichen Internet-Assistenten", das ist aber noch lange kein Grund, zu Arcor zu wechseln. Wer allerdings alles aus einer Hand haben möchte und nicht jedem Cent hinterherrechnet, ist gut bei Arcor aufgehoben. Und man fährt immerhin deutlich billiger als bei der Telekom.
Langweilig
Fazit: Arcor macht ordentliche Arbeit, ist aber unspektakulär und ein bisschen langweilig. Allerdings gilt Arcor mittlerweile als verlässlich, und wer es gerne unkompliziert hat, wird sich bei Arcor wohlfühlen. Wer allerdings nach Innovationen sucht und vor allem auf möglichst günstige Preise achtet, ist bei Arcor falsch.
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