3dfx-Flair wiederbelebt
GeForce hoch zwei: SLI 2.0 von Nvidia
Grafikkarten
Wem eine GeForce 6800 Ultra zu langsam ist und 10.000 Punkte bei 3DMark 03 nicht reichen, der gehört nicht etwa eingesperrt, sondern zur potentiellen SLI-Kundschaft. Nvidia will an die Erfolge der Grafik-Schmiede 3dfx anknüpfen, die sich der GeForce-Schöpfer Ende 2000 für eine Viertel Milliarde Dollar einverleibte.
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass SLI nicht gleich SLI ist. Unsere selbstgewählte Versionsnummer 2.0 deutet auf eine gründliche Überarbeitung des inzwischen über sechs Jahre alten Voodoo-2-Konzeptes hin. Dabei ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben, selbst die Buchstaben des verheißungsvollen Akronyms bekommen eine völlig andere Bedeutung.
SLI nicht gleich SLI
"Scan Line Interleave" war gestern, heute ist "Scalable Link Interface" angesagt. Ein Voodoo-2-Duo teilte die visuelle Last damals noch zeilenweise auf, so dass jede Grafikkarte je ein Halbbild berechnete. Zu einem ganzen Bild kombiniert wurden die geraden und ungeraden Zeilen letztendlich über ein durchgeschleiftes VGA-Kabel - der Signalqualität nicht gerade zuträglich.Wer bereits Alienwares Ankündigungen zum Bi-Turbo Video-Array mitverfolgt hat, dem wird die Technik der dynamischen Lastverteilung sehr bekannt vorkommen. Bloß nennt sie sich bei Nvidia "Dynamic Load Balancing", während Alienware die Bezeichnung "Predictive Load Balancing" preferiert. Wer von den beiden zuerst auf diese Idee kam, bleibt fraglich. Sicher ist jedoch, dass Alienware geraume Zeit vorher mit ihr ausrückte.
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