Spyware-Ratgeber 2: Der Spion am Lüftungsschlitz

Schabernack mit Trojaner-Faktor

Es ist nicht gerade angenehm, wenn die Maus auf einmal spinnt und einen komplett ignoriert, sich wild Fenster öffnen und eine wichtige Datei nach der nächsten im Papierkorb verschwindet. Da hilft nur noch, die Netzwerkverbindung zu trennen, denn am anderen Ende der Leitung hat sich ein Spaßvogel ans Werk gemacht.

Aber es sind nicht nur Bösewichte, die Trojaner oder vergleichbare Programme nutzen. So gibt es Tools, die eine ähnliche Funktionalität wie Trojaner aufweisen, auch von ganz seriösen Anbietern für vielleicht nicht ganz so seriöse Anwendungen, nämlich um die PCs der Mitarbeiter zu überwachen.

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Auch von Chefs gerne eingesetzt

Orvell ist so ein Produkt. Der Name als Anlehnung an den Autor des Buches "1984" verspricht die totale Überwachung eines PCs: "Jede besuchte Internetseite, jede eMail und Chat Unterhaltung, jede gestartete Anwendung, jeder Tastenanschlag" können laut Verkaufstext mit Orvell überwacht werden.

Die Leistungsfähigkeit der Trojaner ist unbestritten. Ihr größtes Manko allerdings ist die Tatsache, dass sie sich nicht selber fortpflanzen können. Deshalb müssen sie sich entweder als extrem attraktive Inhalte in Tauschbörsen oder auf Download-Seiten verstecken, oder im Marschgepäck eines Wurmes reisen.

Per Anhalter durchs Internet

Letzterer Fall ist bereits mehrfach bekannt geworden, zuletzt machte Phatbot das Netz im Windschatten der Sasser-Attacken unsicher. Doch wie bei allen Viren ist ein guter Virenscanner und ein vorsichtiger Umgang mit unbekannten Dateien die beste Medizin gegen die unerwünschten Besucher. Antispy-Tools wie Spybot sind sogar besser darin als mancher Virenscanner.