Trojaner: Gemeine Brüder der Adware
Spyware-Ratgeber 2: Der Spion am Lüftungsschlitz
Der AOL-Account ist auf einmal ständig besetzt, von Ebay kommen Meldungen, dass dieser oder jener Artikel nicht in Ordnung wäre oder dass der Account gesperrt wurde. Kreditkartenrechnungen über Dinge, die niemals gekauft wurden, trudeln ein, und der Kontostand sieht auch auf einmal sehr, sehr mau aus.
Inhaltsverzeichnis
- 1Erinnerungsvermögen angeschlagen?
- 2Unmobile Plagegeister
- 3Tastatur-Spionage und Hintertür-Einbruch
- 4Gebaut zum Datendiebstahl
- 5Schabernack mit Trojaner-Faktor
- 6Auch von Chefs gerne eingesetzt
- 7Per Anhalter durchs Internet
Wenn das der Fall ist, haben vermutlich Computer-Kriminelle zugeschlagen. Doch wie sind sie an diese sehr, sehr vertraulichen Daten gekommen? Natürlich könnte Phishing die Ursache sein. Aber an solcherlei Dämlichkeit können sich die meisten Opfer dann doch erinnern.
Erinnerungsvermögen angeschlagen?
Wenn die nötige Erinnerung fehlt, sollte entweder ein Arzt aufgesucht werden. Oder es hat sich ein kleines hinterlistiges Programm auf dem Rechner eingeschlichen: Malware, der böse Bruder der Adware, kommt ebenfalls klammheimlich mit anderen Programmen, allerdings sind Malware-Programme nicht darauf aus, werberelevante Daten zu sammeln, sondern persönliche wie Zugangsdaten, Passwörter und mehr.
Dabei verstecken sie sich anders als ihre Geschwister aus dem Werbebusiness nicht in offiziell kostenlosen Programmen, sondern eher in solchen, die eigentlich alles andere als kostenlos sind. Genau aus diesem Grund sind auch Tauschbörsen ihre Lieblingsorte, denn von dort aus können sie sich problemlos über die heruntergeladenen Dateien verbreiten.
Unmobile Plagegeister
Im Gegensatz zu Viren und Würmern verfügen Trojaner aber nicht über die Fähigkeit, sich selbst zu verbreiten. Vielmehr müssen sie von einem Übeltäter als drittes Programm getarnt oder in diesem versteckt werden. Wird das Programm dann gestartet, nistet sich der Trojaner im Hintergrund ein. Das angepriesene teure Tool hingegen versagt den Dienst oder ist eine frei erhältliche Variante.
