Welches Risiko geht von Mozilla und Co. aus?

Browser: Wie sicher sind Alternativ-Browser?

Microsofts Internet-Explorer ist löchrig wie ein Schweizer Käse. Das ist weithin bekannt. Was aber viele nicht wissen: Auch die Alternativ-Browser sind alles andere als dicht. Und das, obwohl viele Firefox, Mozilla und Opera für wesentlich sicherer halten. Dieses von der Fachpresse gerne verbreitete Missverständnis sollte nun aus der Welt geschafft werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Lücken wohin man schaut
  2. 2Internet-Explorer immer noch unangefochtener Hacker-Liebling
  3. 3Mozilla? Aber sicher!
  4. 4Mozilla oder IE sicherer?
  5. 5Opera-Browser in der Kritik
  6. 6Linux ebenfalls betroffen
  7. 7Schnelle Patches
  8. 8Daumenregeln für sicheres Browsing
  9. 9Hohe Integration gefährlich
  10. 10Kleine Lücken werden übersehen
  11. ...aufklappen
  12. 11Am besten kein Risiko aufkommen lassen

Vorneweg: Gerade die Opensource-Browser sind tatsächlich wesentlich sicherer als Microsofts Systemvernichter, aber das bedeutet noch lange nicht, dass man mit den Alternativen besser surft. Denn auch die vermeintlich sicheren Alternativen haben ihre Lücken.

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Lücken wohin man schaut

Und die nicht zu knapp. So kursieren in letzter Zeit immer öfter Infos über Sicherheitslücken der Mozilla-Suite im Netz. Und die Lücken im Alternativ-Browser sind fast gefährlicher als die im IE, nicht, weil sie schlimmer wären, sondern weil der Irrglaube, dass Mozilla sicherer wäre, leichtsinniges Surf-Verhalten impliziert.

So ist beispielsweise die Plugin-Funktion von Mozilla schlechter gesichert als die des Internet-Explorers. Böswillige Angreifer könnten die Lücke nutzen, um sich Zugang zum System zu verschaffen. Wenn, ja wenn sie nicht einen entscheidenden Grund hätten, ihre Angriffe nicht Mozilla-basiert auszuführen. Der Grund heißt "Marktanteil".

Internet-Explorer immer noch unangefochtener Hacker-Liebling

Warum auch eine bösartige Software für einen Sparten-Browser programmieren, wenn fast 95 Prozent aller Internet-Nutzer ohnehin auf ein und dasselbe System setzen, das in diesem Fall Internet-Explorer heißt? Logisch ist das nicht, doch das Risiko steigt mit zunehmender Verbreitung der Mozilla-Ableger Netscape, Firefox, Thunderbird und Camino.

Und der Marktanteil steigt. Denn die Sicherheitslücken, die der Internet-Explorer durch seine hohe Systemintegration mitten ins Windows-System reißt, sind nicht von schlechten Eltern. Über 100 Lücken wurden entdeckt, seit der Browser 2001 in der aktuellen Version 6 auf den Markt kam.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Browser & Mailer hier.