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16.06.2004
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Unerhört: Langsame Festplatten vor dem Aus?

Seagate Barracuda 7200.8: Ohrenfreundliche Raubfische bis 400 Gigabyte

Festplatten

Noch nie war eine Festplatte mit 7.200 Umdrehungen leiser - selbst die leisesten 5.400er-Exemplare, wie die Samsung SV1203N, müssen klein beigeben. Auch bei der Zugriffszeit hat Seagate gespart und die Barracuda 7200.8 mit einer halben Millisekunde Vorsprung auf den Vorgänger 7200.7 ins Rennen geschickt. Bewahrheiten sich die Herstellerangaben, würde die Entscheidung zwischen 5.400 und 7.200 Umdrehungen sehr leicht gemacht.

Deutlich weniger sparsam geht der US-Festplattenkonzern mit dem Speicherplatz um. Was noch recht harmlos mit 120 Gigabyte anfängt, endet bei einer oberen Messlatte von 400 Gigabyte. In der High Society der Plattenkapazitäten liegt Seagates neuer Raubfisch nun mit der Hitachi Deskstar 7K400 gleichauf, die aber ebenfalls eine halbe Millisekunde langsamer zu Werke geht.

Nur 20 Dezibel im Leerlauf

Ein Blick ins Kleingedruckte verrät jedoch, dass die rekordverdächtigen 20 Dezibel nur für die 120-Gigabyte-Version mit einer einzigen Magnetplatte gelten. Dieser Wert gilt außerdem nur für den Leerlauf. Über die Geräuschentwicklung der Mehr-Platten-Ausführungen mit 250, 300 und 400 Gigabyte sowie das Zugriffsgeräusch schweigt sich Seagate noch aus.



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Für den Flüsterbetrieb ist SoftSonic verantwortlich, eine 2001 von Seagate patentierte Technik mit flüssiger Motorlagerung. Damit unterbietet die Barracuda 7200.8 den bisherigen Bestwert um sechs Dezibel, den Samsung mit seinen SpinPoint-Modellen der V-Serie aufgestellt hat. Per Akustik-Management ließe sich der Schalldruckpegel der Seagate bestimmt noch etwas nach unten korrigieren.

Intel-Symbiose

Besonders Intel-Freunde sollen vom Kauf profitieren, sofern sie sich für die Serial-ATA-Schnittstelle entscheiden. Dank der NCQ-Technik (Native Command Queuing) geht Seagate eine Art Symbiose mit Chipzilla ein. Das Verfahren arbeitet nämlich Systemen mit mehreren virtuellen Prozessoren zu, Stichwort Hyper-Threading. NCQ kann bis zu 32 unausgeführte Befehle verarbeiten und sinnvoll anordnen, bevor überhaupt Daten gelesen oder geschrieben werden.

Durch diese weise Voraussicht sollen sich Zugriffszeit und mechanischer Aufwand auf ein Nötigstes verringern, während sich im gleichen Zug die Lebensdauer der beweglichen Teile erhöht. Eine weitere Besonderheit ist, dass mehrere Befehle gleichzeitig ausgeführt werden können. Das kommt wiederum Anwendungen zugute, die sich asynchrone Datentransfers zunutze machen.

Die Barracuda 7200.8 schnappt mit acht oder 16 Megabyte Cache nach Hardcore-Gamern und anderen Leistungsfetischisten. Doch sie soll auch denen entgegenkommen, die sich einfach nur in Ruhe Videos ansehen oder Musik anhören möchten. Ab Herbst soll sie mit Parallel-ATA- und Serial-ATA-Schnittstelle die Regale füllen, Preise wurden noch nicht genannt.

Autor/in: (bs)


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News Flash, am 10.01.2009 05:51

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