Standby-Betrieb ohne Reue
Home Entertainment: Stromverbrauch-Asketen von Infineon
Genügsam soll das Netzteil sein - und das sowohl in Notebooks und LCD-Monitoren als auch DVD-Spielern und Videokameras. In Geräten mit integrierten oder externen Netzteilen reizt der Chip CoolSET F3 mit seinem Geiz und senkt den Stromverbrauch auch im Standby-Betrieb.

Mit der CoolSET-Familie ließe sich laut Infineon - eine deutschlandweite Verbreitung vorausgesetzt - in einem Jahr soviel Energie einsparen, wie ein Kernkraftwerk in derselben Zeit produziere. Umweltbewusste Bundesbürger und Umweltschützer würden es danken, einen Kernspalter weniger in Betrieb zu sehen. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass es wirklich soweit kommt.
Was viele nicht wissen: Selbst ausgeschaltete Geräte wie Computer oder Hi-Fi-Anlagen tragen im Standby-Betrieb noch merklich zur Stromrechnung bei. Da hilft nur eins - den Netzstecker ziehen. Wer sich mit dieser Lösung nicht anfreunden will, dem wird der CoolSET-Chip zumindest etwas Erleichterung verschaffen.
Netzteile werden kleiner und sparsamer
Denn er soll einen höheren Wirkungsgrad aufweisen - sprich den Strom effizienter umwandeln und damit weniger Energie benötigen und weniger Wärme erzeugen. Infineon verspricht sich davon kleinere und leichtere Netzteile, die zudem stabiler bei Spannungsschwankungen sind. Der Verlust soll mit 75 Milliwatt Wärme herkömmlichen Netzteilen gegenüber nur halb so hoch ausfallen.
Der typischen Leistungsaufnahme eines DVD-Players von 30 Watt im laufenden Betrieb stünden weniger als 100 Milliwatt im Standby-Modus gegenüber. Die europäische Energiekommission hingegen lässt bei Netzteilen von 15 bis 30 Watt bis zu 500 Milliwatt zu. Für den Einsatz in großen Röhrenmonitoren wird es leider etwas eng, denn noch ist der CoolSET F3 nur für Geräte mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 100 Watt geeignet.
