Ratgeber: Den SPAM-Overkill vermeiden

Was bringt die Zukunft?

Die dritte Möglichkeit für Website-Betreiber sind Formulare. Ein kleines Skript, meist Java oder ActiveX öffnet beim Klick auf den Mail-Link ein Fenster, das die Eingabe einer Nachricht erlaubt. Der Vorteil dieser Lösung: Der Spambot kann auf die im Skript enthaltene Mailadresse nicht zugreifen, sofern die Skript-Datei nur eingebunden ist und nicht im HTML-Quelltext der Seite selbst steht.

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Allerdings gibt es auch bei dieser Art der Kontaktaufnahme Probleme. Zum einen deaktiviert ein nicht unerheblicher Teil der Internetsurfer die Skript-Funktionen, insbesondere ActiveX, um vor Viren und anderen Nettigkeiten gefeit zu sein. Zum anderen kann es passieren, dass der User seine Mailadresse falsch eingibt und dadurch keine Antwort möglich ist.

In Zukunft werden sich noch weitere Techniken durchsetzen, SPAM zu bekämpfen: So hat Microsoft sich für eine Elektronische Briefmarke ausgesprochen, die mit Rechenleistung bezahlt wird. Oder der Rechner soll für den Mailversand erst eine Rechenaufgabe lösen, die die Zahl der versendbaren Mails auf rund 9000 am Tag beschränkt. Andere Systeme ergänzen die Emails um einen Hash-Wert, die Mail wird nur zugestellt, wenn dieser intakt und gültig ist.

Verzicht auf Email der einzige vollkommene SPAM-Schutz

Wie so oft treffen diese Technologien aber wieder den User, für den sich die einfache Kommunikationsform Email dadurch nur erschwert, sei es aufgrund unnötig komplizierter Versende-Verfahren, Kostenpflicht oder unnötiger Hardware-Belastung. Die Spammer werden Mittel und Wege finden, solche Systeme zu unterlaufen, der User ist der Gelackmeierte.

Alles in allem gibt es nur eine Möglichkeit, sich vollständig vor SPAM zu schützen: Der Verzicht auf eine Email-Adresse. Das ist aber in der heutigen Zeit kaum noch möglich, sofern persönlicher Wert auf technische Progressivität gelegt wird. Dennoch: Werden alle Schutzoptionen in diesem Artikel genutzt, ist SPAM ein zu vernachlässigender Faktor im täglichen Online-Leben.

Besser vermeiden als bekämpfen

Es sollte sich jedoch niemand der trügerischen Annahme hingeben, er müsste sich dann nicht mehr um die SPAM-Vermeidung kümmern. Denn der Krieg zwischen den Spammern und den SPAM-Bekämpfern tobt erbittert. Deshalb sollten Email-Programme immer auf den neuesten Stand gebracht werden und genau überlegt werde, wo jetzt welche Email-Adresse angegeben wird. Nur so lässt sich der SPAM-Overkill bis auf weiteres vermeiden.