SPAM dort bekämpfen, wo er entsteht: Im inneren des Internets
Ratgeber: Den SPAM-Overkill vermeiden
Es gibt kein Entkommen. Bereits 24 Stunden nach der ersten Einrichtung einer Mailadresse beim Freemail-Provider trudeln die ersten SPAM-Nachrichten ein. Ohne Gnade und ohne Rücksicht auf persönliche Präferenzen wird für Webcam-Girls, Viagra im Zehnerpack oder extra günstige Software geworben. Ohne, dass diese Informations-Emails jemals irgendwo bestellt worden wären.
Inhaltsverzeichnis
- 1Spambots: Die natürlichen Feinde einer frischen Mailadresse
- 2Zwei Mailadressen und kein Schutz
- 3Automatische SPAM-Filter versagen
- 4Mailprogramme: Erkennungsraten über 95 Prozent
- 5Besser die Mailadresse uninteressant machen
- 6Finger weg von Web-Bugs
- 7Emails in Textform vermeidet SPAM
- 8Das Usenet ist Spambot-Nahrung
- 9Webforen: Die bessere Alternative
- 10Homepagebesitzer haben kaum eine Chance
Der Schaden für die Volkswirtschaft ist enorm. Ist SPAM für Privatpersonen meist noch recht einfach von sinnvollen Nachrichten zu unterscheiden und entsprechend schnell zu löschen, kämpfen Dienstleistungsunternehmen, Behörden und Redaktionen mit eigener Website jeden Tag mit Unmengen von Emails, die es auszuwerten gilt. SPAM-Filter entlasten, können aber nicht alles. Und deshalb werden auch in gefilterten Accounts regelmässig SPAM-Nachrichten angeliefert.
Spambots: Die natürlichen Feinde einer frischen Mailadresse
Früher oder später wird jede Email-Adresse mit der unerwünschten Werbung bombadiert. Das geht schneller, als normalerweise angenommen wird, arbeiten die Spammer doch mit Adresshändlern zusammen, die ihrerseits das Web mit Suchprogrammen nach neuen Email-Adressen abgrasen. In Kombination mit persönlichen Angaben wie Alter oder Geschlecht sind diese Adressen Gold wert.
Gleichzeitig werden Internet-Nutzer auch dazu verführt, ihre Email-Adressen preis zu geben. Besitzer einer eigenen Homepage sind ohnehin gelackmeiert, denn ihre Mailadresse wird natürlich sofort von Spambots katalogisiert. Doch auch Gewinnspiele, "kostenlose" Newsletter und Zugangssperren verlangen die Eingabe der Email-Adresse. Wer drauf hereinfällt, wird schnell Opfer der SPAM-Mafia.
Zwei Mailadressen und kein Schutz
Die üblichen Schutzempfehlungen versagen. Da gibt es beispielsweise den viel empfohlenen Tipp, sich zwei Email-Adressen zuzulegen: Eine für private Emails und eine für Angaben auf Websites. Letztere kann dann beliebig zugespammt werden, erstere bleibt auf diesem Wege sauber, zumindest in der Theorie.
In der Praxis sieht es aber anderes aus: Denn viele Email-Nutzer sind entweder zu bequem, ständig zwischen den beiden Email-Adressen zu wechseln. Oder sie müssen auf der SPAM-Adresse ebenfalls Nachrichten empfangen, mit dem Erfolg, dass beide Konten abgerufen werden müssen und sich das SPAM-Problem wieder in seiner vollen Blüte entfalten kann.
Automatische SPAM-Filter versagen
Auch die SPAM-Filter der Freemail-Provider sind alles andere als sicher. Sie neigen dazu, Nachrichten als SPAM zu erkennen, die keine sind. Dadurch ist der Nutzer gezwungen, seinen SPAM-Ordner regelmässig auf ernsthafte Nachrichten zu überprüfen, mit dem Erfolg, dass er wieder damit konfrontiert ist, die SPAM-Nachrichten durchzusehen.






