Mobile Brennstoffzelle nahezu serienreif
Laptops: Betrunkene Laptops können länger
Ich sitze im Park. Das Wetter ist besonders schön heute. Nun ja wie soll ich es sagen: Schönes Wetter, schöner Park. Darauf genehmige ich mir erstmal einen kräftigen Schluck aus der Flasche. Zwei für mich und einen für mein Notebook. Denn während normale Laptops oft nach nur zwei Stunden Betrieb ihren Dienst quittieren, hält meines bis zu zehn Stunden durch. Alkohol, genauer gesagt ein Methanol-Wasser-Gemisch, liefert die dazu nötige Energie.
Ein Tank auf der Rückseite des Gerätes beherbergt das Freudenelixier. Durch eine Membran wird das Methanol angezogen und reagiert dann mit einem Katalysator. Hierbei werden Elektronen freigesetzt welche dann elektrische Energie liefern. Übrig bleibt Wasser und Kohlendioxid.
Höhere Leistung und Lebensdauer - Bis zu 40 Stunden Kapazität
Vorreiter in Sachen mobile Brennstoffzelle war das Fraunhofer-Institut in Freiburg. Bereits 1998 präsentierten die Forscher den Prototyp eines solchen Energiespenders. Damals schon lagen die Vorteile gegenüber normalen Akkus auf der Hand. Neben der höheren Kapazität sind sie völlig umweltverträglich und zeichnen sich durch eine höhere Lebensdauer aus. Selbstentladung ist für sie ein Fremdwort. Auch nach zwei Jahren Lagerung ist der Speicher noch voller Energie.
Verschiedene Hersteller haben bereits für dieses Jahr Geräte mit einer Energieversorgung durch Methanol angekündigt. NEC gibt an in absehbarer Zeit Brennstoffzellen, mit einer Kapazität von bis zu 40 Stunden anbieten zu können. Auch Samsung ist in diesem Bereich aktiv in der Entwicklung. Na dann: Prost!
