Mein erster Tag mit DVB-T: Ein Erlebnisbericht

Empfang aus heiterem Himmel

Am nächsten Morgen dann die Überraschung: Acht Sender hatte der Decoder plötzlich im Kasten. Und das vor dem für die Region Köln/Bonn offiziellen Startschuss. Die empfangbaren Sender hatten eine relativ hohe Qualität. Zwar verlor sich das Signal hin und wieder, dies wird aber wahrscheinlich im regulären Sendebetrieb nicht mehr der Fall sein.

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Eine Besonderheit der digitalen Übertragungstechnik: Man empfängt ein Programm entweder in optimaler Qualität, oder eben überhaupt nicht. Droht die Set-Top-Box das Signal zu verlieren, wird das Bild zuerst stark pixelig, dann komplett blau. Irgendwie erinnert das Bild auch etwas an das einer guten TV-Karte für den PC. Zwar ist es von der Qualität deutlich störungsfreier als gewohnt, dennoch wirkt es irgendwie unscharf. Die angekündigte hohe Qualität, vergleichbar mit einer DVD, ließ sich aber auch bei der Tonqualität bislang noch nicht bestätigen.

Fernseher und Internet wachsen zusammen

Bis zu 30 Programme sollen in der Endphase digital über den Äther gehen. Neben den klassischen Fernseh- und Radioprogrammen soll auch der Zugang zum Internet, sowie weitere Medienangebote verfügbar sein. Die Technik erlaubt es neuartige Antennen zu entwickeln, welche nur ein Bruchteil der Größe herkömmlicher Empfänger aufweisen. Dies ermöglicht dann den Empfang von DVB-T im Auto oder zum Beispiel auf einem entsprechend ausgestatteten PDA.

Deutlich günstiger als Kabel

Geht man als Kabelnutzer von einer monatlichen Nutzungsgebühr von circa 15 Euro aus, so könnte sich der Umstieg auf DVB-T schnell rechnen. Denn der Empfang ist völlig kostenfrei, von den GEZ-Gebühren einmal abgesehen. Set-Top-Boxen sind derzeit für um die 100 Euro zu bekommen. Die Preise werden sich aber sicherlich nach dem ersten Run deutlich verbilligen und sich dem Niveau bisheriger Receiver angleichen.

Bis zum Jahr 2010 soll die Ausstrahlung analoger Programme vollständig eingestellt werden.

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