Kleine Einführung in die digitale Fernsehwelt

Mein erster Tag mit DVB-T: Ein Erlebnisbericht

Mein erster Tag mit DVB-T: Ein Erlebnisbericht Ich wurde erpresst! Hohe Tiere aus Politik und Wirtschaft stellten mich vor die Wahl entweder mit der Zeit zu gehen, oder für immer in die Röhre zu gucken. "Das digitale Zeitalter macht vor nichts und niemandem Halt" sagten sie. Und erst recht nicht vor meinem Wohnzimmer.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1140 Euro in den Sand gesetzt?
  2. 2Empfang aus heiterem Himmel
  3. 3Fernseher und Internet wachsen zusammen
  4. 4Deutlich günstiger als Kabel

Also besorgte ich mir alles was man so für den digitalen Empfang von Fernseh- und Radioprogrammen braucht. Und das ist zum Glück recht überschaubar. Eine so genannte Setup-Box musste her. Ich entschied mich zunächst einmal für einen Digital-Receiver aus dem guten Mittelfeld. Meine Wahl fiel auf den Thomson DTI 1000. Das Anschließen gestaltete sich denkbar einfach. Meine alte Zimmerantenne fand sofort Anschluss, dann noch die Scart-Verbindung zum Fernseher hergestellt, und schon konnte es eigentlich losgehen.

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140 Euro in den Sand gesetzt?

Ein paar Menüs weiter dann die Ernüchterung: Kein Bild war zu sehen. Betrug! Knappe 140 Euro in den Sand gesetzt. Doch nachdem ich mich wieder halbwegs beruhigt hatte, entdeckte ich in der beiliegenden Broschüre, dass der Sendestart von DVB-T in Deutschland von Region zu Region unterschiedlich ist. Für Menschen im Raum Berlin/Potsdam ist DVB-T längst ein alter Hut. Seit dem 4. August 2003 ist dort der Wandel von Analog zu Digital bereits abgeschlossen.

Die weitere Umstellung wird schrittweise größere Ballungsräume betreffen. Die Landesanstalt für Medien spricht hier von so genannten "Insellösungen". Die nächsten Regionen sind dann Köln/Bonn, Hannover/Braunschweig und der Großraum Bremen. Hier soll der Regelbetrieb ab dem 24.05.04 starten. Gegen Jahresende werden dann auch Hamburg/Lübeck sowie Düsseldorf und das Ruhrgebiet digital versorgt.