Wer die Wahl hat, hat die Qual

DSL-Modem: Intern oder extern?

Kaum ist der DSL-Anschluss in greifbare Nähe gerückt, kommt auch schon die erste Frage auf: Welche Geräte entsprechen meinen Anforderungen? Für die Suche der passenden Hardware lohnt es sich, ein wenig Zeit zu investieren. Auch, wenn es schon in den Fingern juckt, endlich den Datenhighway zu betreten.

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Wenigstens braucht sich der DSL-Neukunde über die Frequenzweiche, auch genannt Splitter, keine Gedanken zu machen. Denn Alternativen gibt es keine. Hauptsache, es wird einer mitgeliefert. Schwieriger fällt die Entscheidung, was denn hinter den Splitter geklemmt werden soll. Klar, ein DSL-Modem. Davon wartet allerdings eine Vielzahl in den Regalen der Händler, die Preise liegen zwischen 25 und 140 Euro. Es gilt also herauszufinden, welches Modell der DSL-Einsteiger benötigt.

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In den meisten Fällen ist das externe DSL-Modem die bessere Wahl. Die interne Lösung findet ihren optimalen Einsatz nur in selbstgebauten Routern oder in alleinstehenden PCs, deren Status sich auch in Zukunft nicht ändert. Ob es ein teures Markengerät oder eine günstigere Standard-Ausführung sein soll, hängt von den Anforderungen des DSL-Einsteigers ab. Es lohnt sich aber, die aktuellen Angebote des Providers zu beachten, denn in Verbindung mit dem Neuanschluss verkauft dieser die nötige Hardware oft günstiger.

Unauffällig sparsam vs. einfach vielseitig

Ein internes DSL-Modem ist ab 45 Euro zu haben. Es braucht lediglich einen freien PCI-Steckplatz im Computer und ein wenig Zeit zum Installieren der Treiber. Die Stromversorgung erfolgt über das Netzteil des Rechners, so braucht es weniger Strom als sein externer Kollege und muss auch nicht separat ein- und ausgeschaltet werden. Außerdem blockiert kein dicker Trafo-Stecker eine zusätzliche Steckdose. Überhaupt existiert es eher versteckt: Kein Gerät liegt herum, das hin und wieder abgestaubt werden sollte, oder mal versehentlich unter einen Fuß kommt.

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Das externe DSL-Modem gibt es in zwei gängigen Varianten: Mit Ethernet-Anschluss ab ca. 60 Euro oder als USB-Gerät ab 25 Euro. Letzteres wird meist per USB auch mit Strom versorgt. Die Installation gestaltet sich einfach: alle nötigen Kabel verbinden, Treiber einrichten, fertig. Die Geräte sind meist mit LEDs ausgestattet, welche Betriebszustand, DSL-Synchronisation und Traffic signalisieren. Wird das Modem gut sichtbar platziert, hat der Benutzer mögliche Fehlerquellen oder verdächtigen Traffic ständig im Blick - und beim Zocken im Netz gleich das richtige Cockpit-Feeling.

Sobald ein zweiter PC oder ein Notebook ins Spiel kommen, die auch gelegentlich ins Internet gehen sollen, hilft das eingebaute DSL-Modem nicht mehr weiter. Das externe Gerät dagegen kann problemlos an den anderen Rechner angeschlossen werden. Dabei ist es gleich, ob dieses nun über USB oder Ethernet läuft. Bei einem kleineren Netzwerk ist das externe Modem mit Ethernet-Anschluss eher geeignet. An einen Hub gekoppelt, erlaubt es allen Rechnern, das Internet zu nutzen - allerdings nicht gleichzeitig. Hier stößt das DSL-Modem an die Grenzen seiner Fähigkeiten.

Welches Gerät das Richtige ist, hängt stark von der vorhandenen Hardware und dem bestehenden oder geplanten Netzwerk ab. Für einen einzelnen PC ohne Ethernet-Anschluss empfiehlt sich eine interne Lösung. Sind jedoch alle PCI-Slots belegt und ist auch gleich eine LAN-Karte dabei, kommen die externen USB- oder Ethernet-Modems in die engere Wahl. Vielleicht lässt ja auch die Optik keine weiteren Steckkarten zu.

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