Universität entdeckt kritischen Fehler im WLAN-Standard 802.11
Sicherheit: WLAN-Stören leicht gemacht
Wenn das kabellose Heimnetz mal wieder nicht funktioniert, ist normalerweise mal wieder der Router abgestürzt. Wenn das allerdings öfter passiert, könnte ein böswilliger Nachbar sich einen kleinen Spaß erlaubt haben, der von dem neu entdeckten Fehler im WLAN-Standard 802.11b weiß.
Inhaltsverzeichnis
- 1WLAN-Karte als Störsender
- 2Kritischer Fehler in kritischen Bereichen
- 399,9 Prozent aller Rechner betroffen
- 4Bereits seit November bekannt
Der Fehler wurde eher zufällig von Studenten Forschungszentrum für Informationssicherheit der Queensland University of Technology's (QUT) aufgetan, die nach einer Möglichkeit suchten, WLAN-Netzwerke gegen Hacking-Attacken abzudichten.
WLAN-Karte als Störsender
Der Fehler erlaubt es, mithilfe einer modifizierten WLAN-Karte in einem PC jedes beliebige kabellose Netzwerk zu stören, indem die Frequenzen für die Datenübertragung gestört werden. Dadurch können WLAN-Geräte nicht mehr miteinander kommunizieren, mit dem Erfolg, dass das Netzwerk lahm gelegt wird. Alles, was der Angreifer braucht, ist ein Laptop mit einer WLAN-Karte und einige Programmierkenntnisse.
Was im Heimnetz noch halb so schlimm ist, kann in Firmen große Probleme mit sich bringen. WLAN wird inzwischen nämlich nicht nur für den drahtlosen Internet-Zugang genutzt, sondern auch zur Steuerung kritischer Systeme wie zum Beispiel Eisenbahnstrecken oder in der Energiewirtschaft.
Kritischer Fehler in kritischen Bereichen
Dort kann ein Ausfall üble Folgen haben. Ein nicht oder falsch gesetztes Signal zur falschen Zeit und zwei Personenzüge rasen aufeinander zu. "Jede Organisation, die weiterhin kabellose Technologie einsetzt, um kritische Infrastruktur zu bedienen, kann als nachlässig betrachtet werden", so der Professor der Studenten Mark Looi.
