Flatrate: Endlos Surfen zum Festpreis
Zahlen für den Traffic der anderen
Sie drosseln einfach die Ports, die für das Filesharing gebraucht werden. Denn ohne Filesharing ist es schwer, so viel Datenverkehr zu erzeugen, dass die Kalkulation des Providers platzt. Wer sich allerdings die Möglichkeit offen halten möchte, die ein oder andere Tauschbörse zu nutzen, sollte von solchen Tarifen absehen.
Dabei ist eine Flatrate für den Anbieter immer mit einem finanziellen Risiko verbunden. Denn der Provider kann seine Vorleistungen nicht als Flatrate einkaufen, das heißt: Für jedes MB, das ein User versurft, muss der Provider Geld an seinen Vorleister bezahlen. Und diese Rechnung ist nach oben offen.
Deshalb beruht der Preis der DSL-Flatrate auf einer einfachen Kalkulation: Die einen verbrauchen mehr als die anderen, und der Preis liegt irgendwo dazwischen. Ein Beispiel: Ein Power-User verbraucht 50 GB im Monat, ein zurückhaltender Surfer dagegen nur fünf GB. Der Provider würde dann den Preis irgendwo in der Mitte zwischen den Kosten von fünf unf 50 GB festsetzen.
Offensichtlich ist die Zeit reif für den endgültigen Siegeszug der Flatrate. Und dafür wird es auch höchste Zeit: Immer mehr Dienste beruhen auf hohen Datenaufkommen, etwa VoIP, Video-on-Demand oder Videotelefonie. Jedoch treiben die billigen Flatrates einen immer tieferen Keil in die Gesellschaft: Wer Glück hat, surft für 22 Euro über DSL mit einer unbeschränkten Flatrate. Wer Pech hat, zahlt für einen ISDN-Anschluss eine höhrere Grundgebühr und für jede Online-Minute horrende Minutenpreise.
Drei-Klassen-System droht
Mittelfristig sollte aber jedem, der möchte, ein pauschal abgerechneter Breitband-Internet-Zugang zur Verfügung stehen. Denn sonst droht die Drei-Klassen-Gesellschaft: Die City-Flatler, die Normal-Flatler und die Ausgeschlosenen. Letztere würden dann schnell den Anschluss verlieren, während die anderen auf der Datenautobahn davonziehen.
