Download-Service für Minidisc-Nutzer
MP3-Downloads: Sony startet Online-Musikshop
Der japanische Sony-Konzern hat am Dienstag den Startschuss für seine auf den Namen "Connect" getaufte Downloadplattform gegeben. Connect will hauptsächlich dem Apples iTunes-Store Konkurrenz machen und vertraut dafür auf die Bekanntheit der Marke Sony, sowie auf die Kompatibilität mit den Minidisc-Playern der Firma.
Connect bietet seinen Nutzer vorerst 500 000 Songs zum Preis von je 99 Cent an. Komplette Alben sollen zehn Dollar oder sogar mehr kosten. Bisher ist das Angebot nur auf die Vereinigten Staaten von Amerika beschränkt, in Europa will man aber bereits dieses Jahr starten. Für den uneingeschränkten Zugriff auf die Plattform ist die Installation der Sony-Software "Sonicstage" notwendig. Diese erlaubt das Übertragen der Downloads auf Sony-Produkte, wie etwa die neueren "Net MD-Minidisc-Player" oder auch "Sonys Clie PDAs".
Hier ist bereits ein drohendes Problem erkennbar: Bei Sonicstage handelt es sich um so genannte Zwangs-Software. Gibt es Probleme mit einem Update der Software, oder kann der Nutzer aus irgendeinem anderen Grund Sonicstage nicht installieren, dann hat er unter Umständen auch keinen Zugriff mehr auf seine bereits bezahlten Musik-Alben. Ein herkömmlicher Abgleich der Musik auf portable Endgeräte, etwa mittels Copy-and-Paste aus dem Explorer heraus, ist ebenfalls nicht möglich.
Ganz so ausgereift wie bei Apple scheint das Rechtemanagement der Sony-Plattform allerdings noch nicht zu sein. So dürfen derzeit die meisten Songs auf beliebig viele mobile Geräte übertragen werden. Einige lassen sich aber auch nur drei Mal übertragen. Außerdem gestattet der Shop insgesamt zehn selbst gebrannte CDs pro Song. Nur fünf davon dürfen jedoch ganz normale Audio-CDs sein die restlichen Silberscheiben kommen kopiergeschützt daher und lassen sich nur von Sonys Atrac CD-Walkman wiedergeben.

Sony stellt nach dem Walkman nun auch seine tragbaren Minidisc-Player ein. Die Nachfrage nach den Geräten habe in den vergangenen Jahren rapide abgenommen. Ganz aufgeben will der Hersteller das Medium aber nicht.




