Warum auf alternative Betriebssysteme gesetzt werden sollte
Privacy Watch: Schluss mit der Monokultur
Virenplagen, Wurmattacken, Dialerprobleme. Es gibt wohl keinen Internet-Nutzer, der sich noch nie mit diesen Plagegeistern hätte auseinandersetzen müssen. Besonders die Produkte aus dem Hause Microsoft sind betroffen, allerdings kann das Microsoft nur zum Teil angelastet werden, wirklich schlecht sind die Produkte nämlich nicht.
Inhaltsverzeichnis
- 1Microsofts Probleme
- 2Als Standardsoftware weit verbreitet
- 3Fichten und Eichen
- 4Die Chance der alternativen Betriebssysteme
- 594 Prozent der Browser sind von Microsoft
- 6Die Alternativen
- 7Was spricht dagegen?
- 8Die Lösung aller Probleme
Natürlich, eine bessere Alternative gibt es immer. Doch der Eindruck, Microsoft lege keinen Wert auf Sicherheit, ist rein subjektiv. Genau wie andere Hersteller versucht die Firma, entstandene Lücken möglichst schnell und möglichst erfolgreich zu schließen.
Microsofts Probleme
Microsofts größter Trumpf ist seine Monopolstellung. Zumindest auf Privatrechnern haben weder Linux noch Mac OS oder andere Systeme einen nennenswerten Anteil. Über 90 Prozent aller Computer-Nutzer weltweit arbeiten mit Microsofts Betriebssystem.
Doch die Monopolstellung ist auch Microsofts größter Nachteil. Alle Welt schaut auf den Marktführer aus Redmond, USA und wartet nur darauf, dass dieser endlich strauchelt, vielleicht fällt, um eine riesige Lücke zu hinterlassen. Windows-Sicherheitslücken betreffen 90 Prozent der Computernutzer, entsprechend hoch ist das öffentliche Interesse an ihnen.
Als Standardsoftware weit verbreitet
Genau wie die meisten kommerziellen Software-Hersteller auf die Microsoft-Plattform setzen, um den Löwenanteil der User als potentielle Käufer zu erreichen, setzen auch die Programmierer von Viren, Dialern und Trojanern auf Windows-Systeme. Denn vor Windows sitzen nicht nur die meisten User, sondern auch die wahrscheinlich unerfahrensten.
Betrachtet man die Situation auf dem Software-Markt einmal biologisch, hat sich eine fast perfekte Monokultur herausgebildet. Der Wald besteht fast vollständig aus Microsoft-Fichten, die schnell wachsen, aber nicht besonders tief verwurzelt sind. Dazwischen führen einige alternative Betriebssysteme in Form von Eichen, Buchen und Linden eine Art Schattendasein. Sie sind da, wachsen aber wesentlich langsamer, auch weil die MS-Fichten sehr viel Licht und Wasser nehmen.
