Zum Einjährigen gibt's neue DRM-Bedingungen und kritische Töne

MP3-Downloads: Apples Musikshop feiert Geburtstag

Vor genau zwölf Monaten hat Apple den Startschuss zu seinem iTunes Music Store gegeben. Seitdem wurden darüber mehr als 70 Millionen Songs verkauft. Grund genug für Apple, zum Geburtstag gleich auch eine neue iTunes-Version zu veröffentlichen. Die Software bietet eine Reihe neuer Features - aber auch Beschränkungen.

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Die neue iTunes-Version 4.5 bietet ihren Nutzern unter anderem die Möglichkeit, ungeschützte Windows Media-Dateien in das von Apple genutzte AAC-Audioformat zu konvertieren. Außerdem können sie CD-Cover ausdrucken und erweiterte Playlisten erstellen. Kunden des iTunes-Stores können diese Playlisten auch untereinander austauschen. Zudem gibt es einige Änderungen im Digital Rights Management der kostenpflichtigen Songs: So können diese Titel von nun an auf bis zu fünf Computern abgespielt werden. Gleichzeitig können Playlists und Alben statt auf zehn von nun an nur noch auf sieben CDs gebrannt werden.

Apple verkauft nach eigenen Angaben mittlerweile rund 2,7 Millionen Songs pro Woche. Ursprünglich hatte die Firma angekündigt, bis Ende April 100 Millionen Titel verkaufen zu wollen. Teil der bisher verkauften 70 Millionen Titel sind auch fünf Millionen Songs, die Pepsi in Zusammenarbeit mit Apple als Promotion verschenkt hat. Der Softdrink-Hersteller hatte insgesamt 100 Millionen Flaschen mit Gutscheinen für je einen Song in Umlauf gebracht. Offenbar war das Interesse daran jedoch deutlich niedriger als erwartet.

Trotz dieser verfehlten Ziele ist Apple innerhalb eines Jahres zum weitaus erfolgreichsten Online-Musikhändler geworden. Kritiker wenden allerdings ein, dass dieser Markt insgesamt überschätzt wird. So melden sich die Betreiber der Musik-Aktivismus-Webseite Downhillbattle.org zum Apple-Jubiläum mit einer neuen Online-Präsenz zu Wort: Itunesperipod.com rechnet vor, dass Apple für jeden iPod-Music-Player gerade einmal 21 Songs verkauft hat. Dabei passen auf einen regulären 15-Gigabyte-iPod rund 3700 Songs. Die Gruppe fordert deshalb, dass die Musikindustrie Tauschbörsen legalisieren solle. Nur über pauschale Abgaben für Online-Musik könne man sicherstellen, dass Musiker auch von den übrigen 3679 Songs profitieren.