Warum RFID ein Problem darstellt
RFID: Schnüffelchips für große Brüder
Kein System spaltete in den letzten Monaten derart die Gemüter wie RFID. Für die einen ist es ein riesiger Fortschritt in Sachen Logistik, für die anderen eine weiter Maßnahme, um die Rechte des einzelnen klammheimlich einzuschränken. Doch was ist RFID eigentlich? Und warum haben Datenschützer so ein Problem damit?
Inhaltsverzeichnis
- 1Identifizierung erfolgreich
- 2Einzigartige Seriennummer
- 3Feuchter Traum der Logistiker
- 4Kennzeichnung problemlos möglich
- 5Fahnders Lieblingschips
- 6Die Sache mit der Batterie
- 7Problem Datenbankabgleich
- 8Brückenschläge
- 9Günstige Hardware
- 10Datenschnüffeln leicht gemacht
Identifizierung erfolgreich
RFID ist die Abkürzung für "Radiofrequenz-Identifikation". Und der Name ist Programm. Alles, was mit den sogenannten RFID-Tags versehen ist, kann mithilfe eines RFID-Lesegerätes identifiziert werden, ähnlich wie Barcodes an aktueller Computerkassen. Mit dem Unterschied, dass RFID-Tags auch über weite Strecken von bis zu 100 Metern ausgelesen werden können.
Technisch gesehen ist ein RFID-Tag nichts weiter als ein Etikett mit Mikrochip und Sender. Auf dem Chip können beliebige Daten wie Herstellungsdatum, Marke, Modell und Seriennummer gespeichert werden. Wird der Chip nun von einem RFID-Scanner angefunkt, gibt er seine Daten preis.
Einzigartige Seriennummer
Aber nicht nur das: Daten auf RFID-Chips können auch ergänzt oder verändert werden. Einzig die Seriennummer des Chips ist fest implentiert, wodurch sich auch jede Änderung jederzeit zurückverfolgen lässt.
Der breite Einsatz wird derzeit bei Großhandelsketten wie dem Future-Store der Metro getestet. In naher Zukunft werden die Chips wohl sämtliche Gegenstände des täglichen Lebens bevölkern.
Feuchter Traum der Logistiker
Der Grund: Für Logistiker, wie sie eigentlich in jedem Bereich der Warenwirtschaft anzutreffen sind, erschließen sich dank RFID ungeahnte Möglichkeiten. So lässt sich für jedes Produkt eine weltweit einzigartige Seriennummer erstellen, wodurch es extrem einfach wird, zu überprüfen, wann welche Ware in welcher Kiste von wem angeliefert wurde.
Mehr noch: Statt wie bisher bei einer Inventur jeden einzelnen Verkaufsgegenstand mit einem Handscanner zu scannen und zu hoffen, dass nicht jemand die Barcodes getauscht hat, lässt sich mit einem RFID-Scanner binnen Sekunden ein ganzes Regal erfassen.
