CNet wagt Neustart, Garageband will Archiv anbieten
MP3-Downloads: MP3.coms Wiedergeburt
Das Online-Musikangebot MP3.com steht offenbar kurz vor seiner Wiederauferstehung. Der neue Eigentümer CNet Networks hat damit begonnen, Musikern den Upload von MP3s anzubieten. Gleichzeitig bemüht sich auch der Konkurrent Garageband.com um die ehemaligen MP3.com-Bands.
CNet erlaubt Musikern den kostenlosen Upload von bis zu 50 Megabyte Musik im MP3-Format. Anders MP3.com früher setzt man dabei auf eine Kodierungsrate von 192 kbps. Damit können Musiker ihre Songs in einer deutlich besseren Klangqualität anbieten. Die Zahl der Songs selbst ist nicht begrenzt. Laut CNet kann ein Musiker durchaus "eine 50 Megabyte umfassende Datei oder 50 ein Megabyte große Dateien" anbieten. Wie schon früher bei MP3.com dürfen keine Cover-Songs und keine Songs mit urheberrechtlich geschützten Samples hochgeladen werden.
CNet hatte MP3.com im vergangenen November von Vivendi Universal gekauft. Dabei übernahm die Firma allerdings nur die Rechte am Nahmen der Website. Dieser soll nun etwas anders genutzt werden als zuvor. Die freien MP3-Downloads wird es in einer Musik-Sektion der CNet-Seite Download.com geben. MP3.com soll dagegen zu einem Info-Portal für digitale Musik ausgebaut werden.
Zeitgleich zu CNets Neustart des Download-Angebots meldet sich jetzt auch der Konkurrent Garageband.com mit einem ungewöhnlichen Angebot zu Wort. Garageband.com ermöglicht ehemaligen MP3.com-Nutzern, ihre dort gehostete Musik-Website wiederzubeleben. Mit ein paar Mausklicks sind bis zu drei Songs kostenlos auf der Garageband-Website verfügbar. Dabei bedient sich Garageband aus dem Original-MP3.com-Archiv, so dass die Titel nicht noch einmal hochgeladen werden müssen.
Das Angebot gilt allerdings nicht für alle MP3.com-Nutzer: Auf seine archivierten Songs zugreifen kann nur, wer MP3.com ursprünglich einmal das Recht gegeben hat, seine Musik über Trusonic zu vermarkten. Trusonic war ein MP3.com-Ableger, der MP3s an Friseursalons, Supermärkte und Hotels lieferte, um sie DORT zur Hintergrundbeschallung einzusetzen. Seit dem Verkauf der Musik-Plattform arbeitet Trusonic eigenständig weiter.
