GMail: Wo liegt das Problem?

Teufelspakt: GMail nur Platz 2

Die kalifornische Senatorin Liz Figueroa beispielsweise attackierte Googles Pläne bereits heftig in einem offenen Brief. Dort bezeichnet sie GMail als eine "abscheuliche Idee". Der User würde ein "faustisches Abkommen", mit dem Dienst eingehen, ganz nach dem Prinzip: Geld für die Seele.

Werbung

Doch ist nicht genau diese Anschuldigung in der Politik schon lange Gang und Gäbe? Frau Figueroa und ihresgleichen kann das Aufhebens um Googles GMail nur recht sein, lenkt es doch die öffentliche Aufmerksamkeit von den Big-Brother-Plänen der westlichen Regierungen ab. Diese verlangen dem Bürger nämlich unter dem Fähnlein der Terror-Prävention einen Tausch ihrer individuellen Freiheit gegen Sicherheit ab. Seele gegen Schutz, das faustische Prinzip.

Die GMail-Problematik trägt sicherlich ihren Teil zur allgemeinen Datenschutz-Debatte bei. Doch sollte nicht vergessen werden, dass der Nutzer bei GMail die Wahl hat, ob er den Teufelspakt eingehen möchte. Bei ähnlichen Maßnahmen der Regierungen hingegen muss jeder mitmachen, ob er will oder nicht. Was schlimmer ist, möge der Leser für sich selbst entscheiden.

Die Alternative

Übrigens: Google ist nicht der einzige Dienst, der ein Gigabyte Speicherplatz für Emails für umsonst anbietet. Das englischsprachige Mac-Portal Spymac.com hat einen ganz ähnlichen Dienst im Angebot, und zwar ohne die Bevormundung durch eine Google-Suchroutine.

Links zum Thema