ICQ, IRC & Co.
Sicherheit: Messenger - Chatten? Aber sicher!
Instant Messaging ist eine weit verbreitete Kommunikationsform. Sie ist schneller als Email und wird entsprechend gerne von Privat- und Geschäftsleuten genutzt. Leider weisen die Protokolle Dienste einige Sicherheitslücken auf, von den Programmen selbst einmal ganz zu schweigen.
Das Hauptproblem der Messenger ist, dass jeder Teilnehmer über eine Suchfunktion ausfindig gemacht werden kann. Zudem kann jeder Teilnehmer einen ganzen Berg an persönlichen Daten im Messenger eingeben, die webbasiert und für alle anderen Teilnehmer einsehbar gespeichert werden.
Als allererste Sicherheitsmaßnahme sollte also überlegt werden, ob man sich nicht ein Pseudonym samt falscher Identität für das Instant Messaging zulegen möchte. So kann die eigene Person effizient gegen die Entdeckung durch marodierende Datensammler geschützt werden.
Zudem sollten ein Virenscanner und eine Desktop-Firewall zur Grundausstattung des PCs gehören, die eventuelle Angriffe auf offene Ports und den Dateiverkehr überwachen. Denn viele Massenger geben die IP-Adresse des chattenden Rechners an alle Welt weiter. Ansonsten gilt, was immer gilt: Niemals Dateien öffnen, deren Ursprung nicht bekannt ist.
ICQ abdichten
ICQ versteckt seine Sicherheitseinstellungen unter dem Menüpunkt "Main / Security & Privacy Permissions".
General
Der Punkt "My authorization is required before users add me to their Contact List" sollte aktiviert werden. Damit lässt sich kontrollieren, in welcher Buddyliste man aufgenommen wird. Zwar gibt es Tools, die diese Option umgehen, doch weist sie so oder so darauf hin, dass man in einer Kontaktliste aufgenommen wurde.
Communication Events
Alle Punkte auf "Only Users on my Contact List", somit wird denen, die nicht in der Kontaktliste stehen, der Zugriff
auf bestimmte ICQ-Funktionen verwehrt. Aber Achtung: Viele Leute nutzen ICQ, um Menschen rund um den Erdball kennenzulernen. Diese Funktion wird mit der Einstellung abgeschaltet.
Contact Infos / Files
Alle Punkte auf "Only users to my Contact-List". "AutoAccept" deaktivieren.
Peer To Peer Connections
"Allow Peer to Peer connections with users on my Contact List", sowie "Do not allow Peer to Peer connections
with previous ICQ Software versions" aktivieren. Das unterbindet die Kommunikation mit älteren Messenger, die möglicherweise
Sicherheitslücken haben und beschränkt die Direktverbindungen auf die Benutzer aus der eigenen Kontaktliste.
Messages
"World wide Pager Messages" und "EmailExpress Messages" deaktivieren. Unter "MultiRecipientMessages" "Users
not on my Contact List" auswählen. Diese Nachrichtenfunktionen werden oft für nervigen Spam genutzt.
Web Site Integration
"No, I don't want any third party Web site to receive my ICQ informationen" aktivieren. Das sollte verhindern, dass andere Dienste außerhalb des ICQ-Netzwerks an die persönlichen Daten gelangen. Allerdings ist diese Option nicht sonderlich sicher, also besser überhaupt keine persönlichen Daten eingeben.
Insgesamt gilt ICQ nicht als besonders sicher. Zwar gibt der Service sich ordentlich Mühe, diesem Ruf nicht nachzukommen, doch sind aufgrund der hohen Verbreitung des Dienstes auch entsprechend viele Cracker involviert, die versuchen, an persönliche Daten heranzukommen oder Unruhe zu stiften.
IRC - Chatten
Im Gegensatz zu ICQ ist IRC ein verhältnismässig offenes Netzwerk. Es wird von keiner Firma kontrolliert und erlaubt auch das Chatten mit wildfremden Leuten. IRC ist thematisch geordnet, ICQ hingegen personenbezogen. Allerdings zieht gerade ein offener und weit verbreiteter Dienst wie IRC Spammer, Cracker und andere Störenfriede an wie Naturdünger die Fliegen.
Um Spamnachrichten zu unterbinden bieten die meisten Messenger eine Option, die es unterbindet, dass Benutzer, die nicht in Ihrer Kontaktliste sind, Nachrichten schicken können. Für den Fall, dass doch mit einer Person außerhalb der Kontaktliste gechattet werden soll, fragt das Programm um Erlaubnis.
Flooding ist eine Abart des Spammens. Dabei liegt das Interesse des Flooders darin, einen Client mit einer großen Menge Nachrichten in einem kurzen Zeitraum zu überschwemmen. Dadurch kann der Client absstürzen, zumindest aber verliert der User den Überblick.
Viele Messenger bieten eine entsprechende Option, um das Flooding zu unterbinden. Der Name variiert, die Option bleibt die gleiche. Ein Wert von einer Minute ist ratsam.
