Die große 0190-Abzocke
Sicherheit: Dialer - Teurer Spaß
Ursprünglich waren Dialer eine Option von Anbietern erotischer Websites, Ihren Kunden vollen Service ohne die meist unsichere Eingabe von Kreditkartennummern anzubieten.
Inhaltsverzeichnis
- 1Hohe Kosten für nichts
- 2Früher sehr plump
- 3Hier sind einige sinnvolle Maßnahmen, um den Rechner gegen Dialer abzusichern:
- 4Der Trick mit dem Explorer-Fenster
- 5Das Fenster im Fenster
Das einfache Prinzip: Statt der Standard-Verbindung wird mit dem Dialer gewählt, dieser klinkt sich bei einer 0190er-Nummer ein und berechnet die entsprechend hohen Minutenpreise. Nach dem Besuch der Pixeldamen konnte der User die Verbindung trennen und mit seiner Standardverbindung weitersurfen.
Schnell kamen aber auch Schurken auf die Idee, die 0190-Dialer als schnelle und sichere Geldeinnahmequelle zu nutzen. Inzwischen kursieren Unmengen von Dialern, die teilweise automatisch von Websites installiert werden, ohne dass der User das mitbekommt.
Betroffen sind meist Windows-Systeme, unter Linux und Mac OS X gibt es zwar auch Dialer, deren Leben ist aber aufgrund der höheren Systemsicherheit wesentlich schwieriger. DSL-Nutzer können bisher ebenfalls aufatmen, das Funktionsprinzip von DSL verhindert normalerweise den Einsatz von Dialern, sofern der Rechner nicht noch zusätzlich durch Modem oder ISDN-Karte mit dem Telefonnetz verbunden ist.
Hohe Kosten für nichts
Diese kleinen Fieslinge agieren im Hintergrund und ändern die Standard-Verbindung in eine besonders teure Sonderrufnummer. Die 0190 war nur der Anfang, spezielle Bezahl-Rufnummern erlauben inzwischen, dass im Sekundentakt oder pro Anruf beliebige Summen berechnet werden können.
Die Freude beim Erhalt der Telefonrechnung hält sich bei betroffenen Usern verständlicherweise kaum in Grenzen, zumal die Vielzahl der Sonderrufnummern inzwischen auch eine Sperrung von Seiten des Anschlussanbieters nahezu unmöglich macht.
